Das kleine Buschdorf Goua Viri liegt 57 Kilometer von der Stadt Gobo entfernt. In der Trockenzeit querfeldein zu Fuss und durch den Fluss sind es nur zirka 24 Kilometer – sie sind sozusagen Nachbarn. Doch in der Regenzeit sind die beiden Orte durch den breiten Fluss Mayo Kebbi voneinander abgeschnitten. In Goua Viri leben rund 168 Bewohner. Sie gehören zur Ethnien der Massa, Tupuri oder der Minderheit Moussey. Das Volk spricht untereinander ausschliesslich ihren Dialekt. Die offizielle Amtssprache Französisch verstehen nur sehr wenige Personen. Ihre einzige Einnahmequelle ist die Landwirtschaft. Sie pflanzen auf ihren Äckern Baumwolle, Mais, Bohnen und Hirse sowie Erdnüsse an.
Lange Zeit litten sie unter grosser Wassernot. Während der Regenzeit schöpften sie ihr Trinkwasser aus stehenden Tümpeln ab. Dieses schmutzige Wasser überlief aus dem Fluss und strömte bis zu ihnen. Während der Trockenzeit gingen sie 2,5 Kilometer weit zu Fuss, um das Wasser aus dem Fluss zu sammeln. Die Bewohner litten immer wieder unter Durchfallerkrankungen und im schlimmsten Fall sogar an Cholera. Dies hat nun glücklicherweise ein Ende. Über unseren neuen Brunnen ist das ganze Dorf überglücklich.
Wie jeden Ort, den wir unterstützen, hat auch Goua Viri ein Brunnenkomitee gegründet. Dieses kümmert sich um den Unterhalt und die Pflege sowie allfällige auftretende Reparaturen. Personen, die sich an der Wasserstelle bedienen, bezahlen einen für sie möglichen kleinen Beitrag, der auf die Seite gelegt wird. Damit wird der Brunnen in Zukunft von den Bewohnern selbst gewartet und repariert.
Wir danken dem Spender Physiofitness Ybrig von ganzem Herzen! Wasser ist Leben...
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Mai 2020: Seminarist Sidouan besucht den Brunnen. Zwischenzeitlich sind die Mauer und die Tafel fertiggestellt.
Mai 2020: Schwester Bertha vor der Beschriftung des fertigen Brunnens.
November 2019: Unser Brunnen ist fertig.
November 2019
November 2019
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Mai 2019
Mai 2019
Mai 2019
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