Ashia Kamerun Non-Profit-Verein

Unsere Aktivitäten im Jahr 2025

Weihnachten 2025: Frohe Weihnachten und ein lichtvolles 2026!

Ashia Weihnachtsgruss

26. Dezember 2025: Weihnachten in unserem Mutter-Kind-Programm von Gobo

«Wenn du mehr hast, als du brauchst, baue einen längeren Tisch, nicht einen höheren Zaun.»

Dieses Sprichwort begleitete uns durch die Weihnachtstage in unserem Mutter-Kind-Programm von Gobo. Dank gelebter Nächstenliebe durften wir Weihnachten mit vielen Kindern feiern. Neben den rund 100 Kindern, die dauerhaft bei uns leben, konnten etwa 300 weitere eingeladen werden, um diese besondere Zeit gemeinsam zu erleben.

Möglich gemacht haben dies unsere Engel vor Ort, die Franziskaner Ordensschwestern. Mit Hingabe kümmern sie sich Tag für Tag um die Kinder. Zu Weihnachten unterstützte ihr Orden sie zusätzlich finanziell und stellte Lebensmittel zur Verfügung, sodass viele Kinder mitfeiern und mitessen konnten. Die Schwestern kochten unermüdlich und sorgten dafür, dass kein Teller leer blieb.

Als uns die Bilder und Videos erreichten, das fröhliche Treiben, das Lachen und die lebendige Stimmung, ging uns das Herz auf. Genau so fühlt sich Weihnachten an. Von Herzen danken wir allen, die dies möglich gemacht haben. ❤ Was könnte schöner sein?

➤ Video

Weihnachten Afrika Kamerun Kinderhilfswerk Essen schenken Lebensmittel Weihnachtsfest Weihnachten Afrika Kamerun Kinderhilfswerk Essen schenken Lebensmittel Weihnachtsfest

24. Dezember 2025: Ein besonderer Besuch in Gobo

Wenn der päpstliche Gesandte, also der Botschafter des Papstes, der Nuntius von Kamerun José Avelino Bettencourt, unser Mutter-Kind-Programm in Gobo besucht, ist das eine ganz besondere Ehre.

Weit entfernt aus Yaoundé nahm er am Nachmittag vor Heiligabend 2025 den Weg in die Diözese Yagoua auf sich, um von dort aus, neben weiteren Begegnungen, gemeinsam mit Bischof Barthélemy Yaouda nach Gobo zu reisen. Dass er sich diese Zeit genommen hat, erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit.

Auch wenn unsere Kinder heute noch nicht verstehen können, welche Persönlichkeit ihnen hier begegnet ist, wird dieser Moment in ihnen nachwirken. Einige unserer schwer krank gezeichneten Kinder wurden von ihm persönlich gesegnet. Diese Begegnungen gingen sichtbar auch ihm sehr nahe. Sein tiefes Mitgefühl war spürbar und bewegte alle Anwesenden. Wo Worte versagen, beginnt die Sprache der Tränen.

Wir danken Ihnen von Herzen, Eure Exzellenz, für diesen Besuch.

Mutter-Kind-Programm Gobo Kamerun Nuntius Nordkamerun Yagoua Mutter-Kind-Programm Gobo Kamerun Nuntius Nordkamerun Yagoua

22. Dezember 2025: Unsere Weihnachtswunder

Auch in diesem Jahr konnten wir eine Gruppe von Kindern aus dem Extrême-Nord für medizinische Eingriffe an den Beinen in den Süden zur Behandlung schicken. Im August 2025 trat die Gruppe mit elf Kindern die Reise an. Nach vier Monaten im Spital konnten die meisten von ihnen rechtzeitig vor Weihnachten gesund nach Hause zurückkehren.

Die Rückreise dauerte vier Tage und wurde durch eine Buspanne unterwegs verzögert. Am 20.12.2025 kamen die Kinder wohlbehalten an. Die Freude über ihre Rückkehr war in allen Familien überwältigend.

Doch wie so oft liegen Freude und Leid in Kamerun sehr nahe beieinander. Das spüren wir in unserer Arbeit vor Ort immer wieder. Während des Spitalaufenthalts verloren zwei Kinder nahe Angehörige. Josephine verlor ihre Mutter, Isaac seinen Grossvater. Um ihre Genesung nicht zu gefährden, konnten wir sie erst nach der Rückkehr informieren. Wir begleiteten die Kinder bis nach Hause und standen den Familien bei.

Vor allem für unsere zwölfjährige Josephine wurde es schwierig. Noch am selben Abend der Rückkehr wurde sie durch unsere begleitenden Ordensschwestern im Dunkeln nach Hause gebracht. Sie kam lachend an, voller Freude. Der Vater fasste sich, um sie willkommen zu heissen, bevor er ihr vom Tod der Mutter erzählte. Das Gehöft der Familie füllte sich nach ihrer Rückkehr erneut mit vielen weinenden und trauernden Menschen. So viel Freude und so viel Leid zur gleichen Zeit. Ein sehr schwieriger Augenblick.

Josephine wird Weihnachten bei uns im Mutter-Kind-Programm verbringen. Die Familie ist absolut mittellos und ohne Hoffnung für die Zukunft. Josephine hat mehrere jüngere Geschwister, die nun zu Halbwaisen geworden sind. Wir bleiben bei der Familie und lassen sie nicht allein. Denn trotz allem haben wir Hoffnung. Wie einst ein Kind in einer einfachen Wiege die Welt verändert hat, sind es vielleicht eines Tages diese unsere Kinder.

Schulbank Afrika Grundschule Schule bauen Kamerun

18. Dezember 2025: Unsere Bildungsförderung für die Diözese Yagoua

Das Bildungssekretariat der Diözese Yagoua betreut 29 Schulen. Dazu gehören vier Kindergärten, 22 Primarschulen und
drei Sekundarschulen. Insgesamt besuchen 10 081 Kinder diese Schulen. 314 Lehrpersonen und Hilfskräfte unterrichten und begleiten sie täglich.

In vielen Schulen war die Ausgangslage lange schwierig. Es fehlte an ausreichenden Klassenzimmern sowie an grundlegender Ausstattung. Insbesondere der Mangel an Schulbänken beeinträchtigte den Unterricht. Zahlreiche Kinder sassen auf dem Boden oder auf Steinen, was einen geordneten Ablauf erschwerte. Ein Klassenzimmer benötigt rund 35 Schulbänke, die lokal produziert werden und durchschnittlich CHF 25.– pro Stück kosten.

Seit 2023 unterstützen wir intensiv die Schulen in dieser Region. Auch 2025 führten wir diese Arbeit weiter. Wir konnten 18 Klassenzimmer an fünf Standorten realisieren. Zudem wurden 1056 Schulbänke für 15 Schulen finanziert. Für die Lehrpersonen stellten wir 87 Tische, knapp 100 Stühle sowie Schränke für Unterrichtsmaterial bereit.

Diese Verbesserungen erleichtern den Schulalltag deutlich. Viele Kinder verfügen nun über einen dauerhaften Platz im Klassenzimmer und der Unterricht kann regelmässiger stattfinden. Das stärkt die Bildungsqualität und die Zukunftsaussichten der Kinder in der Diözese Yagoua.

Wie Victor Hugo treffend sagte: «Wer eine Schultür öffnet, schliesst ein Gefängnis.»

Schulbank Afrika Grundschule Schule bauen Kamerun

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16. Dezember 2025: Bericht aus dem March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

March-Anzeiger Höfner Volksblatt Container Ashia Kamerun Unteriberg

15. Dezember 2025: Ein Container geht, ein neuer kommt

Am 5. August angeliefert und auf den Tag genau vier Monate später fertiggestellt: Unser siebter Hilfsgüter-Container für Kamerun ging am 5. Dezember 2025 auf seine Reise. Hinter uns liegen unzählige Stunden Einsatz an Wochenenden und Feierabenden, bei Sommerhitze wie bei Winterkälte vor den offenen Containertoren. Schachtel um Schachtel, Gerät um Gerät wurde sorgfältig verpackt. Jeder Zentimeter wurde genutzt, denn ein Containertransport ist kostspielig und soll bestmöglich ausgelastet sein.

Den Schwerpunkt legten wir bewusst nicht auf Güter wie beispielsweise Kleidung, da diese vor Ort erworben und damit lokale Familien unterstützt werden können. Stattdessen haben wir gezielt folgende Bereiche gestärkt:

  • • Die Versorgung von Spitälern und Gesundheitszentren mit medizinischem Material, Schutzausrüstung, Sauerstoffgeräten, Infusions- und Pflegebedarf sowie Mobilitätshilfen wie Rollstühlen und Rollatoren
    • Schulen mit umfangreichem Material wie Papeterie, Ordnern und Ablagesystemen
    • Bildungs- und Informationsprojekte mit einer vollständigen Druckereiausrüstung inklusive Maschinen und Zubehör
    • Kirchliche Gemeinschaften mit liturgischem und dekorativem Material

Zusätzlich wurden kleine, wertvolle Extras wie Spielzeug, Bücher und Technikzubehör verladen, um Kindern und Erwachsenen Freude zu bereiten.

Wir erwarten, den Container Ende Januar 2026 in Kamerun aus dem Zoll auslösen zu können und hoffen auf eine sichere und reibungslose Reise bis zu seinem Bestimmungsort.

Container Unteriberg Spendenprojekt Spendensammlung Hilfsgütersammlung Kamerun AshiaContainer Unteriberg Spendenprojekt Spendensammlung Hilfsgütersammlung Kamerun Ashia

13. Dezember 2025: Familienprojekt mit Wirkung – acht Brunnen vom Chiemsee für Nordkamerun

Was aus einer spontanen Idee am Chiemsee entstand, verändert heute Leben: Barbara und Werner haben gemeinsam mit ihren Kindern Lisa und Theo in nur zweieinhalb Jahren 20 000 Euro gesammelt und damit acht Brunnen in Nordkamerun ermöglicht. Sauberes Wasser bedeutet Gesundheit, Nahrung und Zukunft – für Tausende von Menschen.

Gelungen ist das mit Herz, Kreativität und vielen grossartigen Menschen, die mitziehen. Gestrickte, gehäkelte, gefilzte und gebastelte Unikate finden neue Besitzerinnen und Besitzer – an Märkten, in Praxen, in Schulen oder bei privaten Anlässen. Jeder Franken, jeder Euro, jedes Lächeln zählt.

Ihr Motto steckt an: «Für uns ist es nur Zeit. Für andere bedeutet es eine Lebensgrundlage. Loslegen und einfach machen!» Die Freude ist gross über alle, die bereits Teil dieser Reise sind. Und gemeinsam laden wir weiterhin alle ein, mitzuwirken – egal wie: mit Ideen, tatkräftiger Unterstützung oder einer Spende.

Dieses Herzensprojekt einer einzigen Familie trägt grosse Früchte. Und wir sind sicher: Es werden noch viele Brunnen folgen. Tue Gutes. Sprich darüber. Dank vieler Menschen wir Leben.

Chiemsee Chieming Spendensammlung Brunnenspenden Familienprojekt Herzensprojekt

12. Dezember 2025: Wer anderen ein Licht anzündet, erhellt damit auch seinen eigenen Weg

Wenn es läuft, dann läuft es. In diesem Jahr sind wir etwas später als gewohnt mit unserem Weihnachtsversand, denn wir sind gleichzeitig mit verschiedenen Projekten beschäftigt. Vom Beladen der Container bis zum Versand der Kalender ist vieles im Gange, und selbstverständlich soll auch der Weihnachtsversand rechtzeitig ankommen. Nun ist alles auf dem Weg und wird unsere geschätzten Spenderinnen und Spender in den nächsten Tagen erreichen. Umso mehr freut es uns, dass bereits die ersten Einzahlungen eingetroffen sind. Es berührt uns sehr zu wissen, dass wir in guter Erinnerung bleiben. Herzlichen Dank!

Jahresversand Weihnachtsversand Ashia Kamerun Kinderhilfswerk

9. Dezember 2025: Rotary Einsiedeln Wochenbericht Nr. 23

Rotary Einsiedeln Wochenbericht Weihnachtsmarkt 2025

9. Dezember 2025: Acht Jahre Nothilfe im Sahel – Hirselager als Lebensretter

Diesen Winter jährt sich zum achten Mal unsere gezielte Vorbereitung auf die jährliche Hungersnot in Nordkamerun. Während bei uns Sommer herrscht, kämpfen die Menschen in der Sahelregion mit akuter Lebensmittelknappheit. Um die Versorgung zu gewährleisten, füllen wir jeweils vor Weihnachten unsere Hirselager auf – dann sind die Märkte noch gut versorgt und die Preise stabil.

Was Ende 2017 mit vier kleineren Standorten begann, hat sich im Laufe der Jahre zu zwei verlässlichen Lagerorten entwickelt: Gobo und Logone-Birni. In Gobo errichteten wir 2024 ein solides Hirselager. Dort können wir Hirse für rund 300 Familien sicher und geschützt einlagern. In Logone-Birni, weiter nördlich gelegen und noch stärker von Hunger betroffen, bauen wir das Programm seit zwei Jahren aus.

Bis heute haben wir CHF 133 000.– in dieses lebenswichtige Projekt investiert. In besonders kritischen Jahren, zum Beispiel nach der Flutkatastrophe, mussten wir zusätzlich Reis kaufen, weil keine Hirse mehr erhältlich war.

Uns ist bewusst, dass reine Nothilfe allein keine nachhaltige Verbesserung bewirkt. Deshalb arbeiten wir parallel an langfristigen Lösungen: Saatgutprogramme, gemeinschaftlich bewirtschaftete Felder sowie zusätzliche Brunnen, Pumpen und Bewässerungssysteme. Der Klimawandel erschwert jedoch die Bedingungen: Entweder fällt kaum Regen – oder so viel, dass die gesamte Ebene überflutet wird. Trotz dieser Herausforderungen geben wir nicht auf. Niemand soll in dieser schweren Zeit allein gelassen werden.

Zum heutigen Zeitpunkt können wir vermelden, dass beide Lagerstandorte erfolgreich aufgefüllt wurden. Dafür wurden CHF 11 700.– eingesetzt. Doch die Finanzierung ist nur ein Teil der Aufgabe. Einkauf, Behandlung der Hirse gegen Schädlinge und die aufwendige Verteilung gehören ebenso dazu. In Jahren extremer Not unterstützen wir bis zu 580 Familien pro Region, in durchschnittlichen Jahren etwa 300. Immer erhalten die Ärmsten in den umliegenden Dörfern Zugang – ein Funken Hoffnung inmitten grosser Ernährungsunsicherheit. Wie dringend die Hilfe gebraucht wurde, zeigte ein eindrucksvolles Bild: Selbst die letzten Körner auf dem Boden wurden dankbar aufgehoben.

Dankesstimmen aus der Bevölkerung

«Ich bin Mutter von fünf Kindern. Dank Ihrer Spende können wir essen. Früher hatte ich Angst vor jedem neuen Tag – heute sehe ich meine Kinder wieder lachen.» Asta Pauline

«Vor dieser Unterstützung lebten wir ständig in Sorge vor Hunger. Nun kann ich meinen Garten wieder pflegen und meine drei Kinder ernähren. Herzlichen Dank.» Soumala François

«Gott segne Sie. Früher wusste ich nicht, wie es mit meinen Kindern weitergehen soll. Heute haben wir genug zu essen und sie können zur Schule gehen. Ihre Hilfe hat unser Leben verändert.» Famanou Jacqueline

Dieses Programm sichert Jahr für Jahr das Überleben vieler Familien in der Sahelregion. Es schenkt Zuversicht in Zeiten der Not und lässt Menschen spüren, dass sie nicht vergessen sind. Unser herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Hilfe möglich machen.

Hirselager Gobo Logone-Birni Kamerun Nordkamerun Hungersnot Hirse Lebensmittelvorräte

6. Dezember 2025: Unser Verein ist seit November 2025 offiziell in Kamerun registriert

Seit 2021 suchten wir nach einem Weg, wie wir unseren Verein auch in Kamerun eintragen lassen können. Die administrativen Abläufe sind komplex und aus der Schweiz nur schwer nachvollziehbar. Verschiedene Anläufe führten zunächst nicht zum Ziel, doch wir gaben nicht auf.

Im April 2023 erhielten wir schliesslich kompetente Unterstützung vor Ort. Eine Vertrauensperson erklärte uns genau, welche Dokumente und Nachweise erforderlich sind. Damit hatten wir erstmals eine klare Richtung.

Bis im November 2023 stellten wir sämtliche Unterlagen zusammen, darunter Strafregisterauszüge, detaillierte Beschreibungen unserer Strukturen und bisherigen Tätigkeiten sowie unserer zukünftigen Ausrichtung. Die Behörden wollten sicherstellen, dass unsere Projekte klar definiert sind und dem Wohl der Bevölkerung dienen.

Anfang 2024 wurden nach einem persönlichen Interview zusätzliche Dokumente verlangt: Jahresberichte, Angaben zur Herkunft unserer Spendengelder und ein strategischer Dreijahresplan. Es folgten Monate des Wartens und Hoffens.

Insgesamt vergingen fast zwei Jahre. Anfang November 2024 erhielten wir die erfreuliche Nachricht: Die Registrierung wurde genehmigt und unterschrieben. Mit dem offiziellen Dokument in den Händen wussten wir, dass sich der grosse Aufwand gelohnt hat.

Für die kommenden drei Jahre besitzen wir nun eine gültige Bewilligung, die uns erlaubt, im ganzen Land tätig zu sein. Unsere eingetragene Zweigstelle befindet sich in Yagoua in der Region Extrême-Nord. Vor Ort leitet Gregory Feh Bigala unsere Aktivitäten, unterstützt von Monseigneur Barthélemy Yaouda. Katja Bruhin führt – wie auch in der Schweiz – den Verein als Präsidentin, Finanzverantwortliche und Aktuarin gemeinsam mit Felix Bruhin als Vizepräsident.

Unsere Ziele bleiben unverändert: Wir setzen uns ein für den Bau und die Ausstattung von Schulen und Gesundheitseinrichtungen, für Patenschaften, die medizinische Versorgung und Operationen von kranken Kindern, Wasserprojekte und weitere Vorhaben zugunsten der benachteiligten Bevölkerung.

Vor Ablauf der dreijährigen Bewilligung müssen wir unsere Unterlagen erneut einreichen. Für den Moment aber geniessen wir diesen Meilenstein. Er bestätigt unseren Einsatz und stärkt die Grundlage für unsere Arbeit vor Ort.

Minister of Territorial Administration Ashia Eintrag Verein Kamerun

4. Dezember 2025: Höhenmeter für Kamerun: Ein herzlicher Dank an Nicolas Krauer

Mitte Oktober durften wir ein eindrucksvolles Engagement erleben. Am 14. und 15. Oktober 2025 stellte sich Nicolas Krauer einer besonderen Herausforderung. An der Felsenegg in Adliswil absolvierte er insgesamt 18 Aufstiege von der Tal- zur Bergstation. Das ergibt beeindruckende 5673 Höhenmeter, die er im Namen unserer Kinder in Kamerun zurückgelegt hat. Sein Ziel war es, mit jedem Schritt Spenden zu sammeln und damit unsere Arbeit zugunsten der medizinischen Versorgung von Kindern in Kamerun zu stärken.

Es berührt uns sehr, wenn Menschen wie Nicolas unsere Projekte mit eigenen Ideen und aussergewöhnlicher Energie unterstützen. Nicolas hat unser Kinderhilfswerk nicht vergessen, seit er vor fünf Jahren bereits drei Kindern eine lebensverändernde Operation ermöglicht hatte.

Durch seinen Spendenlauf sind insgesamt CHF 2753.– zusammengekommen. Ein wunderbares Ergebnis, das direkt kranken Kindern in Kamerun zugutekommt. Wir danken Nicolas von Herzen für seinen Einsatz und allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre wertvollen Beiträge. Gemeinsam ermöglichen wir Kindern in Kamerun ein gesundes Leben.

Höhenmeter für Kamerun Laufen für den guten Zweck Spendenlauf

28. November bis 5. Dezember 2025: «Zäme in Advänt» – Bazar für den guten Zweck

In der Adventszeit findet in der Pfarrei St. Theresia am Borrweg in 8055 Zürich jedes Jahr der beliebte Adventsverkauf statt. Da die Pfarrei uns als Auslandprojekt für die Jahre 2023 bis 2028 unterstützt, freuen wir uns besonders über zahlreiche Besucherinnen und Besucher ab dem ersten Adventswochenende im Foyer der Kirche. Mit jedem Kauf steigt die Spendensumme ein Stück weiter an.

Zum Verkauf stehen liebevoll gestaltete Adventskränze und Gestecke, verschiedene Handarbeiten sowie feine Guetzli. Ein herzliches Dankeschön geht an die engagierten Helferinnen und Helfer der Handarbeits-Stubete und der Gruppe Solidarität, die mit ihrem Einsatz diese Aktion möglich machen und so Kinder in Kamerun unterstützen.

Öffnungszeiten:
Samstag, 29. November 2025 von 9 bis 17 Uhr
Sonntag, 30. November 2025 von 9 bis 12 Uhr
Montag bis Freitag, 1. bis 5. Dezember 2025 jeweils von 9 bis 12 Uhr

Zäme in Advänt Adventsverkauf Sankt Theresia Borrweg Zürich

22. November 2025: Rotary Clubs verleihen uns die Paul Harris Fellow Medaille

Wo Worte fehlen,
weil Gefühle zu gross sind,
bleibt stille Dankbarkeit.
Sie spricht leise – und doch sagt sie alles.

Mit grosser Dankbarkeit blicken wir auf eine besondere Ehrung zurück: Die Rotary Clubs Einsiedeln sowie Echternach & Moselle (Luxembourg) zeichneten uns am Wochenende des 24. Oktobers 2025 im Elsass für unser langjähriges humanitäres Engagement in Kamerun aus. Stellvertretend für unser Kinderhilfswerk erhielt Katja Bruhin die Paul Harris Fellow Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen von Rotary.

Die Zusammenarbeit begann 2016 und entwickelte sich über die Jahre zu einer engen, freundschaftlichen Partnerschaft.
Ein prägender Moment war der Tod von Rotarierin Josiane im Dezember 2017, deren letzter Wunsch eine Spende an Ashia anstelle von Blumen war. Ein Zeichen ihrer besonderen Verbundenheit mit den Kindern Kameruns.

Seither durften wir immer wieder auf grosszügige Unterstützung zählen, durch Clubspenden, Patenschaften und Naturalspenden. So konnten wichtige Projekte wie Brunnen, Kindergarten- und Schulbauten realisiert werden.

Die feierliche Übergabe erfolgte durch die Präsidenten Laurent Barnich und Roland Leimbacher. Für unser Team war dieser Moment tief bewegend und die Anerkennung hat eine sehr besondere Bedeutung. Als Katja die Medaille entgegennahm, standen ihr Tränen der Freude und Rührung in den Augen. Besonders berührt hat uns, dass diese Auszeichnung auch Persönlichkeiten wie Mutter Teresa verliehen wurde. Sie zählt zu unseren grössten Vorbildern im Einsatz für Menschen, denen es weniger gut geht.

Wir sind von Herzen dankbar für diese Anerkennung und das langjährige Vertrauen. Nur gemeinsam können wir tun, was uns am meisten am Herzen liegt: Kindern in Kamerun eine bessere Zukunft ermöglichen.

Paul Harris Fellow Rotary Ashia Kamerun Katja Bruhin

Paul Harris Fellow Rotary Ashia Kamerun Katja Bruhin

20. November 2025: Milchpulver dank Unterstützung der Noma-Hilfe-Schweiz

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Ashia und der Noma-Hilfe-Schweiz trägt erneut Früchte. Bereits zum vierten Mal hat uns die Organisation im November finanziell unterstützt, damit wir dringend benötigtes Milchpulver für unterernährte Kinder in Nordkamerun bereitstellen können. Seit Beginn der Partnerschaft im Dezember 2017 wurden zahlreiche Tätigkeiten umgesetzt, von der Behandlung schwerer Noma-Fälle bis hin zur gezielten Präventionsarbeit.

Der Bedarf an Milchpulver ist gross und betrifft längst nicht mehr nur Waisenkinder. Besonders in Logone-Birni kommen immer häufiger Mütter mit ihren Säuglingen zu uns, weil sie selbst nicht genügend Milch produzieren können. Wiederkehrende Hungersnot, Dehydration und Mangelernährung belasten die Mütter stark. In der Folge sind ihre Kinder geschwächt und besonders anfällig für Infektionen, die im schlimmsten Fall zu Noma führen können, obwohl diese Krankheit vollständig vermeidbar wäre.

Unser gemeinsames Ziel ist es, Krankheiten durch eine gute, nahrhafte Ernährung vorzubeugen und die Kinder langfristig zu stärken. Wir danken der Noma-Hilfe-Schweiz von Herzen für ihre treue Unterstützung in einer Region, in der jede Hilfe sofort Wirkung zeigt und Leben verändern kann. In den vielen Kindergeschichten, die wir begleiten dürfen, sehen wir immer wieder, dass oft schon wenig genügt, um ein Kinderleben zu retten.

Milchpulver Noma Hilfe Schweiz Kamerun Spende Prävention

14. November 2025: Weihnachtsaktion zugunsten von Ashia Kamerun

Auch in diesem Jahr dürfen wir erneut auf die Unterstützung der haarmonie AG in Lachen zählen. Bereits zum zweiten Mal organisiert das Team rund um Sonja Spagnuolo gemeinsam mit ihrer Kundschaft eine Weihnachtssammlung zugunsten unserer Projekte. Dank der letztjährigen Spenden in Höhe von CHF 1604.– konnten wir unser Hirselager in Gobo wieder auffüllen.

Leider bleibt die Hungersnot auch im Jahr 2026 ein bedrückendes Thema. Die lokale Presse berichtet bereits heute von über 1,2 Millionen Menschen in Nordkamerun, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Die Zahl nimmt stetig zu und bereitet uns Sorge – besonders weil die schwierigste Zeit jeweils in unseren Sommermonaten eintritt, wenn sämtliche Vorräte erschöpft sind.

Ein grosses Dankeschön an Sonja Spagnuolo und ihr Team für ihre wertvolle Unterstützung. Ihre Initiative schenkt nicht nur uns Freude, sondern vor allem jenen, die weit entfernt leben und für die ein schönes Weihnachtsfest alles andere als selbstverständlich ist.

Haarmonie Coiffeurgeschäft Lachen Ashia Kamerun Spendenaktion

13. November 2025: Grosse Premiere – und ein unvergesslicher Moment für uns

Gestern Abend war es so weit: Filmemacher Joe Niederberger präsentierte gemeinsam mit seiner Frau Rita die Premiere seines neuesten Dokumentarfilms «Kerenzerbergrennen – der Film». Ein Werk, das nicht nur Auto-Enthusiasten begeistert, sondern dank eindrucksvoller historischer Aufnahmen und der bis heute ungebrochenen Leidenschaft rund um das Revival der Rennwagen ein breites Publikum in seinen Bann zieht.

Für uns wurde der Abend noch besonderer, als unser Ashia-Highlights-Kurzfilm vor der Premiere auf der beeindruckenden Leinwand der Cineboxx Einsiedeln – 6,4 m x 15 m – vor rund 150 geladenen Gästen gezeigt wurde. Diese Dimensionen sorgten für einen Gänsehautmoment. Der Anlass war in jeder Hinsicht stimmig und berührend.

Wir danken Joe und Rita von Herzen für die Einladung und die wertvolle Gelegenheit, unsere Arbeit vor ihrem Publikum präsentieren zu dürfen. Ein ebenso grosser Dank geht an alle Spenderinnen und Spender des Abends.

Wir können Joes Film wärmstens empfehlen – er wird an folgenden drei weiteren Terminen im Kino gezeigt:
Samstag, 15. Nov. 2025 um 18.30 Uhr / Sonntag, 16. Nov. 2025 um 11 Uhr / Dienstag, 18. Nov. 2025 um 20.15 Uhr

Cineboxx Einsiedeln Ashia Kamerun Verein Kerenzerbergrennen Doku Premiere EinsiedelnCineboxx Einsiedeln Ashia Kamerun Verein Kerenzerbergrennen Doku Premiere Einsiedeln

7. November 2025: Ein Stück Kamerun für jeden Monat

Schon bald neigt sich das Jahr dem Ende zu, und es ist Zeit, unseren Wandkalender 2026 fertigzustellen. Die Fotos sind, wie jedes Jahr, auf den Reisen entstanden. Sie zeigen fröhliche, lachende Kinder. Ein Lachen, das Sie durch das ganze Jahr begleiten wird. Mit dem Erlös finanzieren wir den Schulbesuch der Kinder, die auf den Kalenderblättern zu sehen sind.

Der Wandkalender 2026 ist ab Dezember erhältlich. Wir freuen uns über zahlreiche Bestellungen!

Kinderkalender 2026 Afrika Ashia Kinder Kalender Monatskalender

2. November 2025: Von Gobo in die Alpen – ein Besuch voller Staunen und Freude

Vom 8. Oktober an durften wir während drei Wochen Besuch aus Kamerun empfangen: Sister Bertha, unsere gute Seele und Mutter von so vielen Kindern. Schon vor Jahren hatten wir sie eingeladen, doch entweder fehlte ihr der Urlaub oder interne Änderungen verhinderten die Reise. Immer fand sich ein Grund, noch ein weiteres Jahr zu warten.

Mit der Zeit wurde klar, dass nicht nur organisatorische Hürden bestanden, sondern auch ein gewisser Respekt vor dem Fliegen. Irgendwann vertraute sie uns an, dass ihr das Flugzeug grosse Angst bereitet. Wir ermutigten sie: «Was du in Kamerun täglich leistest, ist weit gefährlicher als ein Flug – du musst ja nicht selbst fliegen!»

Umso grösser war unsere Freude, ihr endlich zeigen zu dürfen, woher wir kommen und wie wir leben. Nach acht Jahren unermüdlichem Einsatz für Ashia konnte sie sich erstmals eine komplette Auszeit gönnen – in einer Welt, die für sie völlig neu war.

Zu Beginn besuchten wir unsere Familien sowie Kirchen, Kapellen und Grotten in der Region und natürlich das Kloster Einsiedeln. Überall gab es viel Dank auszusprechen. Denn gemeinsam mit Sister Bertha konnten wir in Gobo, direkt an der Grenze zum Tschad, Grosses bewegen:

• Ausbau eines Gesundheitszentrums
• Kindergarten- und Schulhausbauten
• über 90 Brunnen
• Mutter-Kind-Programm mit mehr als 150 Kindern
• seit 2018 jährliche Lebensmittelverteilungen bei Hungersnöten
• über 40 Patenschaften
• mehr als 70 erfolgreiche Kinderoperationen

Die Liste dessen, was wir dank Schwester Bertha erreichen konnten, ist lang und bemerkenswert.

Der warme Herbst lud zu Sesselliftfahrten ins Hoch-Ybrig ein: die letzten Sonnenstrahlen über dem Nebelmeer, der Blick auf Berge, Seen und Wälder – für eine Frau aus der Sahelzone völlig ungewohnt. Sie staunte über Maisfelder, saftige Wiesen, blühende Gärten und den vielen Platz im Land. Weitere Ausflüge führten nach Rapperswil, in den Tierpark Goldau, in die Schokoladenwelt und in verschiedene Schulen.

Brunnenspender, Pateneltern, Schulkinder und Kirchgemeinden freuten sich sehr, das vertraute Gesicht endlich persönlich kennenzulernen.

Natürlich nutzten wir die Zeit auch für strategische Gespräche über Ärzteprojekte, geplante Reisen nach Kamerun und viele Fragen zu aktuellen Herausforderungen. Mit Sister Bertha haben wir eine Expertin an unserer Seite, die genau weiss, wo Not herrscht und welche Lösungen möglich sind. Sie ist eine wahre Perle, und wir sind ihr unendlich dankbar.

Kurz vor der Rückreise begleiteten wir sie ins Elsass, wo Katja Bruhin die Paul-Harris-Fellow-Medaille der Rotary Clubs Einsiedeln sowie Echternach & Moselle (Luxemburg) entgegennehmen durfte. So konnten wir Sister Bertha den Dank sichtbar weitergeben, der ihr gebührt. Ohne sie wäre vieles nicht realisierbar.

Bevor es zurück nach Kamerun ging, hatte sie zwei Herzenswünsche: ein letztes Mal zur Bruder-Klausen-Kapelle in Oberiberg – sie hatte es ihr besonders angetan – und ein gemeinsames Abschiedsgebet für eine sichere Heimkehr in ein Land, das durch Wahlresultate in Unsicherheit und Unruhen war.

Ihr allerletzter Wunsch: frisch gefallenen Schnee berühren. Mit grosser Begeisterung stapfte sie barfuss durch 20 Zentimeter Schnee, lachte, rutschte den Hang hinunter und genoss jedes Foto. Die Alphornklänge, die sie selbst ausprobieren durfte, wird sie stets im Herzen mittragen.

Wir danken allen von Herzen, die Sister Bertha mit so viel Freude, Aufmerksamkeit, Interesse und Liebe begegnet sind.
Es war uns eine Freude, sie bei uns zu haben. Und wir sind dankbar, dass sie wohlbehalten nach Gobo zurückgekehrt ist.

Kamerun Unteriberg Schweiz Einsiedeln Oberiberg Sprachheilschule Freienbach

1. November 2025: Die Ereignisse überschlagen sich

Seit Anfang Oktober ist es ruhig auf unserem Kanal geworden. Allerdings nicht, weil wenig geschehen wäre. Im Gegenteil: Die Ereignisse haben sich geradezu überschlagen. Besuch aus Kamerun, das Beladen unseres Containers, die Verleihung der Paul Harris Fellow-Medaille, das Mitfiebern bei der Aktion «Höhenmeter», die Vorbereitung der Bote-Weihnachtsaktion «Schwyzer hälfid Schwyzern», das Beten für unsere Kinder mit komplexen gesundheitlichen Herausforderungen in verschiedenen Spitälern Kameruns, das Auffüllen unserer Hirse-Lager, die Sorge um das Land nach der Präsidentschaftswahl mit den Unruhen und Protesten, ein weiterer Grosseinkauf von Milchpulver sowie die Registrierung unseres Vereins in Kamerun – dies sind nur einige der Themen, die uns derzeit intensiv beschäftigen.

Für ausführlichere Berichte fehlte uns bisher schlicht die Zeit. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: In den kommenden Tagen und Wochen werden wir Sie Schritt für Schritt mitnehmen, denn die Neuigkeiten sprudeln im Moment nur so.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitwirken. Manchmal wissen wir selbst kaum, wie uns geschieht und wohin uns dieser Weg noch führen wird. Doch eines ist sicher: Er führt uns gemeinsam voran.

31. Oktober 2025: Bericht aus dem Einsiedler Anzeiger

Einsiedler Anzeiger Rotary Paul Harris Fellow Ashia Kamerun

30. Oktober 2025: Bericht aus dem March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

March-Anzeiger Höfner Volksblatt Rotary Paul Harris Fellow Ashia Kamerun

March-Anzeiger Höfner Volksblatt Rotary Paul Harris Fellow Ashia Kamerun

4. Oktober 2025: Wir brauchen Hilfe!

Wir brauchen Hilfe: Container beladen Unteriberg

14. September 2025: Unsere Brunnenbauten in Kamerun sind einfach saugut!

Schweine planschen im kühlen Nass, die Ziege trinkt genüsslich und im Hintergrund feiern die Menschen ihr neues, sauberes Trinkwasser. Mitten in einem Buschdorf Nordkameruns sprudelt nicht nur Wasser, sondern pure Lebensfreude.
Und es fühlt sich einfach saugut an.

Brunnenbau Brunnenbohrung Afrika Saugut Trinkwasser

4. September 2025: Ein Quantensprung für Kinder – 10 000 Schulbücher

Ein Klassenzimmer, in dem oftmals mehr als 90 Kinder Schulter an Schulter sitzen und gespannt dem Unterricht folgen.
Drei Kinder teilen sich eine Schulbank – oft ohne ein einziges Buch vor sich. Lange Zeit war dies trauriger Alltag in der Diözese Yagoua.

Um diese Situation zu verändern, starteten wir in diesem Frühjahr eine Kampagne: Mit CHF 26 500.– finanzierten wir 10 000 Schulbücher für 4 Kindergärten und 20 Primarschulen. Damit liegt heute auf jeder Schulbank mindestens ein Buch – ein wesentlicher Schritt zu besseren Lernbedingungen.

Die Bücher decken sämtliche Unterrichtsfächer ab: Französisch und Englisch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Informatik, Naturwissenschaften, Allgemeinbildung und Zeichnen. Zu jedem Fach gibt es ein Handbuch und ein Aktivitätenheft, sodass die Kinder lernen, üben und voller Neugier Neues entdecken können.

Da nicht alle Bücher sofort verfügbar waren, erfolgte der Einkauf in Etappen. Inzwischen sind die Klassenzimmer sichtbar verwandelt: Kinder blättern neugierig in ihren Büchern, und nach dem Unterricht legt man sie in neue Schränke zurück,
mit dem Ziel, sie noch viele Jahre zu nutzen.

Schulbücher für Afrika Unterstützung Bildung Kamerun Schulbuch

Schulbücher für Afrika Unterstützung Bildung Kamerun Schulbuch

26. August 2025: Gemeinsam gegen Hunger – Unsere Partnerschaft mit PePoPu

Ende August durften wir zwei Mitglieder des Schweizer Vereins People Powered Pumps.swiss bei uns begrüssen. Seit 2023 verbindet uns eine wertvolle Partnerschaft mit einer klaren Vision: praktische Lösungen für ein Leben ohne Hunger.

Das von PePoPu entwickelte Bewässerungssystem ist inzwischen in zwei Regionen Kameruns erfolgreich im Einsatz. In Logone-Birni, wo während neun Monaten im Jahr kein einziger Regentropfen fällt, konnte dank der Pumpe bereits Vieles bewirkt werden: 6000 Ziegelsteine für einen Hausbau wurden hergestellt und ein Gemüsegarten angelegt. Ein Nutzer brachte es auf den Punkt: «Nützlicher als alles zuvor.»

Nach einem Jahr intensiver Verwendung stehen nun während der Regenzeit erste Wartungsarbeiten an. Ersatzteile werden ausgetauscht – unterstützt durch leicht verständliche Videoanleitungen, sodass die Reparaturen direkt vor Ort eigenständig durchgeführt werden können.

Besonders erfreulich: PePoPu stellt uns weitere sechs Pumpen zur Verfügung, die schon bald in Logone-Birni eingesetzt werden. Ein starkes Zeichen des Vertrauens, für das wir von Herzen danken.

Dieses Projekt ist ein bedeutender Schritt, um die Lebensgrundlagen nachhaltig zu stärken – mit Lösungen, die wirken.

PePoPu Pumpensystem Kamerun Afrika

PePoPu Pumpensystem Kamerun Afrika

PePoPu Pumpensystem Kamerun Afrika

PePoPu Pumpensystem Kamerun Afrika

18. August 2025: Hilfsgütercontainer – «Braucht ihr noch etwas?»

Es macht bereits die Runde: «Sendet Ashia einen neuen Hilfsgütercontainer? Ich hätte noch ein Fahrrad, Kleider, Schuhe oder Bettanzüge – könnt ihr sie gebrauchen?» Solche und ähnliche Anfragen erreichen uns seit einigen Tagen. Spätestens seit der Anlieferung unseres siebten Containers, der nun an der Riedstrasse in Unteriberg steht, ist klar: Da tut sich etwas.

Ja, wir werden in den kommenden Wochen einen weiteren Container nach Kamerun senden. Bislang haben wir dazu bewusst keine offiziellen Informationen veröffentlicht. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich ein solcher Metallriese schneller füllt, als uns lieb ist. Zudem verfolgen wir einen klaren Plan, was mitgeschickt werden soll – und was nicht.

Nicht alles ist für den Transport geeignet. Einerseits ist der Versand mit hohen Kosten verbunden, die wir bisher – und auch diesmal – stets privat getragen haben. Andererseits möchten wir den lokalen Handel nicht beeinträchtigen und keine Güter senden, die in Kamerun beschafft werden können. Der vorhandene Platz ist weitgehend ausgeschöpft mit dringend benötigten Dingen, die vor Ort nicht erhältlich sind.

Lernmaterialien und Spiele in Braille für blinde Kinder, Krücken, Rollstühle und Rollatoren, Laptops, Druckereimaschinen, Sauerstoffgeräte, Uniformen und Schutzkittel für Spitäler, Bücher sowie hochwertige neue Schuhe – all das ist sorgfältig verpackt und in Kisten versandbereit. Die Beladung findet nun nach und nach statt.

Was wir jedoch nach wie vor gut gebrauchen können:

  1. funktionstüchtige Handys – möglichst mit Kabel. In einem Land mit grossen Entfernungen und hohen Reisekosten helfen sie unseren Kontakten, mit ihren Liebsten in Verbindung zu bleiben.
  2. Schweizer Sackmesser – die vielseitigen Werkzeuge mit ihrer Kompaktheit und Langlebigkeit sind nicht nur bei uns sehr beliebt und gute, zweckmässige Mitbringsel.

Wir freuen uns über Handys oder Sackmesser – bitte direkt an uns senden. Vielen Dank!

Kamerun Hilfsgütercontainer Schweizer Sackmesser Handy

13. August 2025: Bericht aus dem March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

March-Anzeiger Höfner Volksblatt Hilfsgüter Trinkflaschen für Container Kamerun Afrika

12. August 2025: Herzlichen Dank an die amétiq ag in Pfäffikon SZ

Bereits zum fünften Mal dürfen wir uns über eine grosszügige Spende der amétiq ag freuen. Wir sind überwältigt und dankbar! Dank dieser Unterstützung können wir ein komplettes Ultraschallgerät sowie zwei Solarzellen und acht Batterien für ein abgelegenes Gesundheitszentrum im kamerunischen Gobo finanzieren. ❤ Von Herzen vielen Dank!

Amétiq Spende Kinderhilfswerk Ashia Kamerun

7. August 2025: Trinkflaschen für Kamerun – Ein herzliches Dankeschön für die Hilfe!

Was vor vier Wochen als einfacher Aufruf begann, hat sich zu einer Welle der Hilfsbereitschaft entwickelt, die uns überwältigt hat. Bereits am Tag nach dem Aufruf erreichten uns unzählige Trinkflaschen – gebracht mit dem Fahrrad über weite Strecken, abgegeben an unseren Standorten oder direkt über Onlineshops eingekauft und an uns versandt. Der Beitrag wurde geteilt, weitergeleitet, verbreitet. Firmen unterstützten uns grosszügig, spendeten schachtelweise nagelneue Flaschen, motivierten Partnerunternehmen zur Mithilfe, riefen in unserem Namen an und warben um Beteiligung. Nahezu täglich trafen neue Flaschen bei uns ein. Menschen aus verschiedenen Regionen organisierten eigene Sammelaktionen im privaten wie im beruflichen Umfeld.

Neben den Flaschen erhielten wir auch liebevolle Karten mit persönlichen Worten, aufmunternden Botschaften und süssen Beigaben. Viele neue UnterstützerInnen kamen spontan mit offenen Herzen und helfenden Händen dazu. Selbst Menschen, die sich gerade in den Ferien befanden, machten sich nach ihrer Rückkehr sofort ans Sammeln.

So haben sich in den vergangenen Wochen bei uns viele farbenfrohe, glitzernde oder neonleuchtende Trinkflaschen angesammelt. Jede einzelne wurde sorgfältig gereinigt und in Schachteln verpackt. Und vielleicht erreichen uns sogar noch ein paar passende und bisher fehlende Deckel... das wäre das i-Tüpfelchen.

Es ist eine Freude und ein Geschenk zu erleben, wie viel Engagement, Herz und Gemeinschaft in dieser Aktion steckte. Alles mit dem Ziel, Kindern in Kamerun eine Hilfe zu sein. Wir danken von ganzem Herzen für diesen grossartigen, umfassenden Einsatz. Die Sammelaktion ist nun offiziell abgeschlossen. Wir sind bestens versorgt, im wahrsten Sinne des Wortes «bis unters Dach». Gemeinsam möglich gemacht – danke!

Danke Paket Trinkflaschen Kamerun

Danke Paket Trinkflaschen Kamerun

5. August 2025: Bericht aus dem Einsiedler Anzeiger

Einsiedler Anzeiger August 2025 Ashia Kamerun

1. August 2025: Bericht aus der Passauer Neue Presse Deutschland

Passauer Neue Presse Flohmarkt Stöttham Chiemsee Chieming

31. Juli 2025: Ihre Meinung macht einen Unterschied

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen, an einem Projekt beteiligt waren oder einfach von Herzen hinter unserem Engagement stehen, freuen wir uns über eine Google-Rezension.

Ihre Rückmeldung hilft anderen, unser Hilfswerk kennenzulernen – und schenkt uns Rückenwind für zukünftige Einsätze.

➤ Jetzt bewerten. Danke für Ihre Unterstützung!

Google Ashia Kamerun Rezension QR Code

30. Juli 2025: Was in drei Monaten möglich ist

Manche Begegnungen lassen uns den Boden unter den Füssen verlieren. Auch nach all den Jahren vor Ort trifft es uns immer wieder tief, wenn wir Kinder wie Abdou in solch kritischem Zustand antreffen.

Als wir ihn das erste Mal sahen, war er schwach und krank – sein Leben hing am seidenen Faden. Und auch nach unserer Rückkehr blieb unser Herz bei ihm. Würde er durchhalten? Wir hofften einfach, dass Abdou weiterkämpft – dieser tapfere kleine Junge. Unser sehnlichster Wunsch war, ihn eines Tages gesund und lachend wiederzusehen.

Heute, knapp drei Monate später, sehen wir neue Bilder. Abdou wurde über Wochen mit hochwertiger Nahrung versorgt und liebevoll begleitet. Seine Entwicklung ist beeindruckend. Er gewinnt zusehends an Kraft, macht grossartige Fortschritte und wir stehen weiterhin an seiner Seite.

Damals war es ein Wettlauf gegen die Zeit. Doch mit gezielter Begleitung, guter Ernährung und viel Fürsorge konnte Abdou gerettet werden. Was wie ein Wunder erscheint, ist in Wahrheit ein stiller Triumph des Lebens – möglich gemacht durch Hilfe im richtigen Augenblick.

Hungersnot Kinderhilfe Kindern helfen Afrika Krankheit Nothilfe

27. Juli 2025: Unterwegs in der Region Extrême-Nord – Reiseimpressionen vom Jahresanfang 2025

25. Juli 2025: Wo Wasser ist, da ist Leben – 44 neue Brunnen für Nordkamerun

Sauberes Trinkwasser verändert Leben – das sehen wir mit eigenen Augen bei jedem Besuch in Nordkamerun. Seit der ersten Testbohrung im Frühling 2018 ist viel passiert: Inzwischen stehen 227 Brunnen in abgelegenen Dörfern und die positiven Auswirkungen sind deutlich spürbar. Die Kindersterblichkeit ist gesunken und die gesundheitlichen Beschwerden durch verschmutztes Wasser nehmen ab.

Insgesamt haben wir dafür rund CHF 590 000.– investiert. Eine Investition, deren Wirkung wir bei jedem Besuch vor Ort sehen. Nur acht Bohrungen verliefen bislang erfolglos, obwohl wir bis zu 100 Meter tief durch felsiges Gelände gebohrt haben. Mindestens 120 000 Menschen profitieren heute von den errichteten Brunnen – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Stadt Winterthur.

Allein in diesem Jahr wurden dank euren Spenden 44 weitere Brunnenbohrungen realisiert. Einige davon sind bereits in Betrieb, andere werden nach der Regenzeit mit Pumpen und sauberen Betonplätzen fertiggestellt. Auch diese Standorte werden wir im nächsten Jahr besuchen und dokumentieren.

Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Spenderinnen und Spender – ihr ermöglicht diese nachhaltige Veränderung.
Und ein besonderer Dank geht an unser lokales Team, das in den Monaten Mai und Juni bei über 45 Grad im Akkord gebohrt hat – jeden Tag einen Brunnen. Was für ein Einsatz!

Brunnen Afrika Hilfswerk sauberes Trinkwasser spenden

24. Juli 2025: Unser Jahresbericht 2024 ist ab sofort verfügbar

Für interessierte Stiftungen und Förderpartner stellen wir auf Wunsch gerne auch den detaillierten Zahlenteil zur Verfügung.

➤ Jahresbericht 2024 als PDF

Jahresbericht Ashia Kamerun

16. Juli 2025: So wurden unsere Spendengelder im vergangenen Jahr verwendet

Dass 100 % unserer Spendengelder direkt nach Kamerun fliessen, hat sich inzwischen bestimmt herumgesprochen.
Auch in diesem Jahr haben wir die Verwendung der Spendengelder übersichtlich nach Projekten aufbereitet.

Spendenverwendung 2024

Spendenverwendung 2024 / Spuren, die bleiben...

6. bis 11. Juli 2025: Kommen Sie vorbei an die «Teilete»...

...in der Pfarrei St. Theresia am Borrweg in 8055 Zürich!

6.⁠ ⁠Juli 2025 nach dem Gottesdienst zirka 11 – 14 Uhr
7.⁠ ⁠– 11. Juli 2025 jeweils vormittags von 9 – 11.15 Uhr

Wie danken den fleissigen HelferInnen der Handarbeits-Stubete und der Gruppe Solidarität von ganzem Herzen,
die diese Verkäufe ermöglichen und damit unseren Kindern in Kamerun helfen.

Handarbeiten guter Zweck Kamerun Zürich

7. & 8. Juni 2025: Unsere Präsentation in der Pfarrei St. Theresia Zürich

Am Wochenende des 7. & 8. Juni 2025 präsentierten wir uns zum fünften Mal in der Pfarrei St. Theresia in Zürich. Da die Pfarrei uns als Auslandprojekt für die Jahre 2023 bis 2028 auserwählt hat, berichteten wir von unseren aktuellen Erlebnissen und vor allem davon, was wir mit den bereits erhaltenen Spenden umsetzen werden. Unser grosses Ziel ist der Bau eigener Unterkünfte für das Mutter-Kind-Programm in Gobo.

Während der Gottesdienste am Samstag um 17.30 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr erklärten wir im Detail unsere Pläne.

Bereits vier Tage später durften wir die dritte grosszügige Spende der Theresienstiftung entgegennehmen. Überwältigt von dieser Unterstützung leiteten wir die Mittel umgehend nach Gobo weiter. Dort werden sie als ersten Schritt für den Bau eines Trinkwasserbrunnens und den Zaun des Grossprojekts verwendet.

Wir danken allen Beteiligten und Unterstützern von Herzen für ihre Spenden!

Borrweg St. Theresia Messe Gottesdienst Zürich Ashia Kamerun Kinderhilfswerk

Mutter-Kind-Haus Gobo Nordkamerun

Eucharistiefeier Projekt Ashia Sankt Theresia Zürich Pfingsten

30. & 31. Mai 2025: Taïsekara – ein farbenfrohes und lebendiges Tupuri-Treffen in Bühl (DE)

Einmal im Jahr versammeln sich Tupuri aus dem Norden Kameruns in Deutschland – viele von ihnen leben bereits seit Langem in unterschiedlichen Ländern Europas. Es hat uns sehr gefreut, in diesem Jahr erneut Teil des besonderen Treffens Taïsekara (Zusammenkommen) zu sein. Die Veranstaltung, organisiert von der Tupuri-Gemeinschaft in Deutschland, fand vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 in Bühl bei Baden-Baden statt.

Auch wenn wir keine gebürtigen Tupuri sind, spüren wir den Rhythmus ihres Volkes tief in uns. Ihre Kultur berührt uns – sie wird mit so viel Lebensfreude und Dynamik weitergetragen, dass sie ansteckend wirkt.

Nach einem köstlichen traditionellen Abendessen in fröhlicher Runde lauschten die Anwesenden gespannt unseren Berichten und betrachteten mit leuchtenden Augen Bilder aus ihrer Heimat – Eindrücke, die viele Erinnerungen an Kindheit und Herkunft wachriefen.

Gemeinsam entwickelten wir Ideen, tauschten Erfahrungen aus und schmiedeten neue Pläne. Den krönenden Abschluss bildeten die mitreissenden Tänze der Tupuri, begleitet von der Musik ihrer Heimat – ein kraftvoller Ausdruck der Verbundenheit, der Freude und des kulturellen Stolzes.

Unser herzlicher Dank gilt den Veranstalterinnen und Veranstaltern für diesen wundervollen Abend. Sousé mbay – Danke!

Taisekara Tupuri Brühl Baden Baden Ashia Kamerun

18. Mai 2025: Mansouna – Auch nach einem Jahr nicht vergessen

Ein besonders schmerzlicher, aber ebenso bedeutsamer Teil unserer Arbeit sind unsere Engelskinder – Kinder, die wir trotz aller Bemühungen verloren haben. Viele von ihnen konnten noch zu uns gebracht werden, doch oft kam jede Hilfe zu spät – oder ihr Weg war ein anderer, den wir nicht beeinflussen konnten.

Eines dieser mittlerweile 93 Engelskinder berührt uns bis heute auf besondere Weise: ❤ Mansouna ❤. Im vergangenen Jahr begleiteten wir ihn bis nach Genua (I), voller Hoffnung, ihm mit einer Herzoperation helfen zu können. Trotz aller Anstrengungen gelang es nicht mehr, sein Leben zu retten.

Ein Jahr ist vergangen – und immer wieder kehren die Erinnerungen an ihn zurück. Mansouna, etwa sechs Jahre alt, wurde auf Genuas berühmtem Friedhof Staglieno beigesetzt. Da seine leibliche Familie nicht hierher reisen kann, ist für uns klar: Wir übernehmen diese Rolle. Zur Jahrzeit machten wir uns erneut auf den Weg nach Italien.

Trotz des Schmerzes war es ein tröstlicher Moment, sein kleines Grab mit bunten Blumen, Kerzen, Lichtern und einem Engel zu schmücken. Unvergesslich bleibt die Zeit, in der wir um sein Leben bangten. Die Augenblicke, in denen er trotz seiner Schmerzen lachte. Und die wenigen, kostbaren Worte, die er mit uns teilte.

❤ Lieber Mansouna, ruhe in Frieden. Du bleibst für immer in unseren Herzen ❤

Kindergrab Genua Staglieno Mansouna Kamerun Unvergessen Grab Engel Kindstod

14. Mai 2025: Wenn Kinder für Kinder sammeln

Bereits zum zehnten Mal haben die Kinder der Raphi Sprachheilschulen in Freienbach und Steinen in der Fastenzeit für unsere Projekte in Kamerun gesammelt. Und dieses Jahr war es nicht nur eine Jubiläumssammlung – es war eine Rekordsammlung! Mit sagenhaften CHF 3 516.– haben sie alle bisherigen Ergebnisse übertroffen.

Die Kinder der 1. bis 4. Primarklasse haben einmal mehr vollen Einsatz gezeigt: Sie verzichteten aufs Dessert, haben Zopftierli gebacken, viermal einen Znüni-Kiosk organisiert und mit Begeisterung liebevoll dekorierte Taschentuchpäckli verkauft. Ihr Engagement war nicht zu bremsen – sie haben gewirkt, gewerkelt und gewirbelt, was das Zeug hielt.

Wenn sie heute zurückblicken, was sie in den letzten zehn Jahren auf die Beine gestellt haben, können sie es vermutlich selbst kaum fassen: Insgesamt CHF 22 366.– haben sie gesammelt! Damit wurden nicht nur regelmässig Kinder unterstützt, die ihnen seit Beginn am Herzen liegen, sondern auch richtig grosse Projekte ermöglicht – darunter 140 Schulbänke und sogar ein Wasserbrunnen.

Liebe Kinder, wir sind unglaublich stolz auf Euch. Ein herzliches Dankeschön an jede und jeden von Euch – und auch an die Betreuerinnen des Mittagstisches sowie die Religionslehrerinnen, die diese Aktion jedes Jahr so liebevoll begleiten und mittragen.

Sprachheilschule Raphi Steinen Freienbach Spende Kinder Kamerun Afrika

13. Mai 2025: 100 Laptops für Kamerun – Dank Labdoo.org

Labdoo ist eine gemeinnützige Plattform, auf der Menschen weltweit zusammenarbeiten, um ungenutzte Laptops mit Bildungssoftware auszustatten und sie CO₂-neutral an bedürftige Schulen in aller Welt zu liefern.

Dank dem Standort in Oberwil-Lieli und dem grossartigen Einsatz von Frank Geisler konnten wir in diesem Frühling bereits zum zweiten Mal Laptops für Schulen in Kamerun anfordern. Was als Hoffnung begann, einige Geräte zu erhalten, endete darin, dass wir unseren Bus mit über 100 Laptops beladen konnten – ein überwältigender Moment.

Mit dieser grosszügigen Spende können wir zahlreiche Schulen ausstatten. Besonders an Gymnasien ist Informatikunterricht ein zentraler Bestandteil des Lehrplans. Computer sind vielerorts noch immer Mangelware oder es steht nur eine minimale Ausstattung zur Verfügung.

Wir danken Labdoo.org von Herzen für die schöne Zusammenarbeit und ihre Unterstützung. Die Geräte werden in Kamerun noch viele Jahre lang wertvolle Dienste leisten.

Laptop Labdoo Bildungssoftware Laptopspende

12. April 2025: Because of you!

Wegen euch machen wir weiter. Wegen eurem Lachen, euren Blicken, eurer unglaublichen Stärke. Ihr Kinder seid unsere tägliche Inspiration – unser Warum.

Manchmal ist es hart. Die Hitze brennt erbarmungslos mit über 42 Grad, die Wege sind staubig, holprig, voller Hindernisse. Und doch fahren wir weiter – Stunde um Stunde – weil wir wissen, dass am Ende des Weges ihr seid.

Ihr gebt uns Hoffnung. Ihr seid der Grund, warum wir unser Herz in diese Aufgabe legen. Es ist kein Job. Es ist unsere Berufung. Unsere Leidenschaft. Unsere Herzensmission. ❤ Für euch. ❤ Für euer Leben. ❤ Für eure Zukunft.

Kinder in Kamerun Kourbi Nordkamerun

April 2025: Rückblick auf unsere 33. Kamerunreise – Was wir gemeinsam bewirken konnten

Während acht intensiven Wochen zwischen Februar und April 2025 reiste Katja Bruhin bereits zum 33. Mal in den äussersten Norden Kameruns. Ziel war es, die laufenden Projekte zu besuchen, ihre Entwicklung zu überprüfen und gemeinsam mit unseren Partnern die nächsten Schritte zu planen. Die Reise führte über hunderte Kilometer auf staubigen Pisten in entlegene Dörfer, zu Schulen, Gesundheitszentren und Spitälern. Die meisten dieser Dörfer verfügen weder über fliessendes Wasser noch über Strom oder eine funktionierende medizinische Versorgung. Gerade deshalb ist die persönliche Präsenz vor Ort von unschätzbarem Wert.

Kamerun Kinderhilfswerk Kindern helfen Afrika Unterstütung

Mit der Routine und Erfahrung vieler Jahre, aber wie immer mit reichlich Gepäck und vielen Geschenken, reiste sie erneut in einen Landesteil, der ihr Erlebnisse bescherte, die oft bis an die eigenen Grenzen gingen. Die Vielzahl der Ethnien, die Sprachbarrieren und die klimatischen Widrigkeiten, dazu Lebensmittelknappheit, fehlendes sauberes Trinkwasser und die lange Trockenzeit erschweren das Leben in Nordkamerun erheblich. Es fehlt vielerorts an Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, und Menschen sterben an Krankheiten, die bei uns längst heilbar wären. Genau in diese Bereiche floss deshalb auch in den vergangenen Monaten ein grosser Teil der Investitionen. Eine solche Reise ist für uns der schönste Dank. Die schönsten Momente entstehen dort, wo man mit eigenen Augen sieht, was seit dem letzten Besuch verwirklicht werden konnte.

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Ein Beispiel dafür ist unser neuer Kindergarten in Gobo. Trotz des Krieges, der vorübergehend zwischen zwei Ethnien in der Region herrschte, blieben 16 Kinder zurück und besuchten auch nach den Unruhen weiterhin den Unterricht. Rund 40 Kinder aus anderen Ethnien, die zuvor ebenfalls dort zur Schule gegangen waren, flohen aus Angst und sind bis heute nicht zurückgekehrt. Solche Wunden brauchen Zeit, um zu heilen.

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Ebenfalls von Unruhen betroffen war vor wenigen Jahren die Region um Bourgouma. Umso wertvoller war der Aufbau einer neuen Primarschule. Zur offiziellen Eröffnung kamen, neben dem Bürgermeister und dem Basisinspektor, sämtliche regionalen und traditionellen Autoritäten. Gemeinsam bekräftigten sie die Bedeutung von Bildung für die Zukunft ihrer Kinder. Wo seit 2009 lediglich eine Buschhütte gestanden hatte, lernen heute rund 400 Kinder erstmals in einem soliden Schulgebäude. Die grosse Freude und Dankbarkeit der Bevölkerung machten diese Schulhauseinweihung zu einem der bewegendsten Momente unserer Reise.

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Nicht mit Unruhen, sondern mit einer Hochwasserflut hatte im vergangenen Jahr unsere neu erbaute Primarschule im Quartier «Madagaskar» in Kousseri zu kämpfen. Bei der Einweihung lagen die Sandsäcke noch sichtbar herum. Die Schule hatte zuvor eineinhalb Meter unter Wasser gestanden.

Ein Schulbesuch setzt jedoch voraus, dass die Kinder ihren Schulweg sicher bewältigen können. Einer unserer Besuche führte uns deshalb nach Oulamsaoua an der Grenze zum Tschad. Dort überqueren täglich zahlreiche Kinder den Fluss Logone, um auf der kamerunischen Seite die Schule zu besuchen. Da die beiden vorhandenen Pirogen von der gesamten Bevölkerung genutzt wurden, wurde der Wunsch nach zwei weiteren Booten für die Schulkinder an uns herangetragen. Diesem Anliegen kamen wir nach und übernahmen deren Finanzierung. So können die Kinder den Fluss künftig sicherer überqueren und ihren Schulweg wesentlich einfacher bewältigen.

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Um die katholischen Schulen der Diözese Yagoua weiter zu stärken, hatten wir im Frühjahr das Projekt «10 000 Schulbücher für Nordkamerun» lanciert, das sich bereits als Erfolg abzeichnete. Ein Teil der Bücher war eingetroffen und an die Schulen verteilt worden, zusätzliche Exemplare werden laufend beschafft. Unser Ziel bleibt, dass künftig auf jeder Schulbank mindestens ein Schulbuch liegt, damit die Kinder erfolgreich lernen können. Ein Schulbuch kostet nicht einmal CHF 3.–. Besser lässt sich Geld kaum investieren.

Doch nur wer gesund ist, kann auch lernen. Deshalb investieren wir ebenso konsequent in die Gesundheitsversorgung, insbesondere in der Grossregion Gobo. Unser langfristiges Ziel ist es, das kleine Gesundheitszentrum zu einem richtigen Spital auszubauen. Für die offizielle Anerkennung fehlen derzeit noch ein Operationsblock und ein modernisiertes Labor. Bereits im vergangenen Jahr konnten wir jedoch ein Ultraschallgerät, ein neues Mikroskop, einen Transportwagen für Kranke, einen Inkubator, neue Solarzellen mit Batterien sowie eine Pumpe für die Wasserversorgung finanzieren. Mit unserer gespendeten Ambulanz wurden im selben Jahr im 117 Patienten in grössere Spitäler transportiert.

Unser neu erbautes Kinderspital in Yagoua, das nur 51 Kilometer entfernt liegt, bleibt hingegen weiterhin geschlossen. Während der Regenzeit dauert die Fahrt von Gobo dorthin bis zu sechs Stunden. Ein ortsansässiger Minister verweigert uns seit Jahren die Zulassung, nachdem er selbst eine Privatklinik eröffnet hat und die Patienten lieber dort behandeln lassen möchte. Doch wir haben den längeren Atem und werden geduldig warten.

In Gobo wie auch in Logone-Birni erleben wir jeweils den grössten Zustrom kranker Kinder, wenn wir vor Ort sind. Eine Ärztin aus Deutschland begleitete uns einige Tage bis nach Gobo und behandelte an nur einem einzigen Tag 27 Patienten. Trotzdem riss der Strom der Hilfesuchenden nicht ab. Kinder mit schweren Krankheiten wie Tumoren, Beinfehlstellungen oder Hernien bringen wir derzeit noch in grössere Spitäler nach Kousseri, Douala oder in die Region Bamenda, um ihnen die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

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Während die Zahl unterernährter Kinder rund um Gobo in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist, nimmt sie in der Region Logone-Birni weiterhin zu. In Gobo konnten wir diese Entwicklung seit der Einführung unseres Mutter-Kind-Programms im Jahr 2018 deutlich verbessern, nicht zuletzt dank zahlreicher Brunnenbohrungen und regelmässiger Lebensmittelverteilungen. Gobo ist und bleibt ein Ort der Hoffnung. Kinder aus schwierigen Verhältnissen, sei es nach dem Verlust der Mutter oder aufgrund gesundheitlicher Probleme, erhalten hier medizinische Versorgung und die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. In Logone-Birni begannen wir später. Die Lebensmittelverteilungen starteten dort erst 2023, die Brunnenbohrungen folgten 2024. Wir hoffen, schon bald eine ähnliche positive Entwicklung zu erleben. Denn die unterernährten Kinder, die uns dort gebracht werden, sind in einem erschütternden Zustand. Bis heute können wir uns zudem nicht erklären, weshalb in dieser Region so viele Kinder, selbst Kleinkinder, an Hernien leiden.

Kamerun Kinderhilfswerk Kindern helfen Afrika Unterstütung

Für die Gesundheit ist sauberes Trinkwasser entscheidend. Deshalb setzen wir uns weiterhin mit voller Kraft für benachteiligte Dörfer ein. Insgesamt haben wir bisher 196 Brunnen gebaut. Während unseres Aufenthalts besuchten wir die 33 neuesten davon. Die Dankbarkeit der Bevölkerung zeigt sich in unzähligen bewegenden Aussagen: «Vorher mussten wir zwei Kilometer zu Fuss gehen, heute sind es nur noch 900 Meter», «Ich bin blind. Ohne diesen neuen Brunnen wäre ich schon längst tot.» oder «Danke, dass ihr an uns gedacht habt. Wir sind sehr stolz und sehr zufrieden. Möge Gott euch segnen.» Diese Worte stehen stellvertretend für viele weitere Begegnungen. Nur an einem einzigen Ort funktionierte ein Brunnen bei unserer Ankunft seit drei Tagen nicht mehr. Als wir wenig später erneut vorbeikamen, war er bereits repariert.

Kamerun Kinderhilfswerk Kindern helfen Afrika Unterstütung

Wer Hunger hat, kann sich nicht auf das Lernen konzentrieren. Deshalb setzen wir unseren Kampf gegen die Hungersnot konsequent fort. Neben den jährlichen Hirseeinkäufen und Lebensmittelverteilungen in Gobo und Logone-Birni haben wir in Gobo ein Saatgutprogramm aufgebaut. Damit unterstützen wir zwei Gruppen dabei, gemeinsam Felder mit Mais und Erdnüssen anzulegen. Mindestens 390 Säcke Hirse, einschliesslich der Lebensmittel für die Patenkinder und das Mutter-Kind-Programm, wurden in beide Regionen transportiert und verteilt. Ein Teil dieser Hirse wurde während unseres Aufenthalts angeliefert. Im Dorf Zimado konnten wir die Verteilung von 33 Säcken persönlich begleiten.

Mit unserem Geflügelprojekt in Logone-Birni wagten wir uns auf neues Terrain im Kampf gegen die Unterernährung. Würden die Tiere der Hitze und den Krankheiten standhalten? Der Versuch war es wert. Deshalb begannen wir mit dem Bau eines eigens dafür vorgesehenen Hühnerhauses. Das Projekt verbessert nicht nur die Ernährungssituation der Bevölkerung, sondern schafft gleichzeitig neue Einkommensmöglichkeiten. Durch die Geflügelzucht und den landwirtschaftlichen Betrieb entstehen Ausbildungs- und Arbeitsplätze für junge Menschen und damit neue Perspektiven in einer strukturschwachen Region. Der Verkauf von Eiern, Hühnern und landwirtschaftlichen Produkten soll die laufenden Kosten decken und langfristig neue soziale Projekte ermöglichen. Gleichzeitig dient das Projekt Kindern und Jugendlichen als Lernort. Sie erhalten praktische Einblicke in Landwirtschaft und Unternehmertum und werden zu Eigeninitiative ermutigt. Langfristig ist eine Geflügelfarm mit 500 Legehennen und 500 Masthähnchen geplant, die täglich rund 500 Eier liefern soll. Um das Risiko möglichst gering zu halten, starten wir bewusst mit der Hälfte dieses Bestandes.

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Ein besonderes Anliegen sind uns nach wie vor die Patenkinder. Jedes Jahr besuchen wir sie, dokumentieren ihre Entwicklung und begleiten sie auf ihrem Lebensweg. Veränderungen innerhalb der Patenschaften lassen sich dabei nicht immer vermeiden. Kinder, deren Familien ihre finanzielle Situation verbessern konnten, oder Kinder, die von ihren Eltern wieder nach Hause geholt wurden und die wir trotz intensiver Suche nicht mehr finden, scheiden aus dem Programm aus. Nur in wenigen Fällen, in denen Eltern verantwortungsvoll mit Geld umgehen können, bezahlen wir die Unterstützung direkt aus. Die meisten Patenkinder erhalten mehrmals jährlich Lebensmittel, werden direkt über das Schulgeld unterstützt oder erhalten medizinische Behandlungen, die durch ihre Patenschaft finanziert werden. Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Beschaffung von Geburtsurkunden. Ohne dieses Dokument bleiben vielen Kindern wichtige Wege verschlossen. Dasselbe gilt für unsere Schulsponsorings und die Kinder aus dem Kinderkalender. Auch sie besuchen wir regelmässig und unterstützen sie mit Schulgeld. Manche Kinder suchen wir über mehrere Jahre, bis wir ihnen die vorgesehene Unterstützung endlich persönlich übergeben können.

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Freude und Leid lagen während unserer Zeit vor Ort oft nur einen Augenblick auseinander. Wir weinten noch ein Jahr später um den verlorenen Mansouna, tanzten auf dem Gehöft seiner Familie anlässlich der Beerdigung und unterstützten die Angehörigen mit Lebensmitteln. Oft schien es, als hätten sie den Tod ihres Kindes schneller akzeptieren können als wir selbst. Manchmal sind es aber auch die kleinen Dinge, die einen nach Wochen vor Ort an die eigenen Grenzen bringen. Wenn unterwegs der letzte Tropfen Wasser ausgeht. Wenn ein schwer kranker Grossvater allein in einer Hütte zum Sterben zurückgelassen wird und wir viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, damit er den Mut findet, mit uns ins Spital zu fahren. Wenn Kinder auf Müllbergen nach Brauchbarem suchen. Wenn Familien das Schulgeld von umgerechnet drei Franken nicht bezahlen können, weil selbst ein ganzer Arbeitstag oft kaum zum Leben reicht. Nach sechs Wochen macht sich trotz aller Motivation oft eine gewisse Erschöpfung bemerkbar. Besonders schmerzhaft war die Begegnung mit der kleinen Braouda. Ihren grossen Handtumor fotografieren zu müssen, während ihre verzweifelte Mutter und Witwe vor uns stand, verlangte uns viel ab. Dennoch mussten wir professionell bleiben, um ihr helfen zu können. Ebenso beschäftigt uns das Schicksal der geistig kranken Mutter Julie, die ihre kleine Tochter Marcelline regelmässig schlägt. Bis heute ist es uns nicht gelungen, sie davon zu überzeugen, uns ihre Tochter für das Mutter-Kind-Programm anzuvertrauen. Wenn die Reihe kranker Kinder kein Ende zu nehmen scheint und wir uns fragen, um welche Krankheiten es sich handelt und wie wir all diesen Menschen helfen können. Etwas Trost fanden wir in den Worten der Ärztin aus Deutschland, die unser Bauchgefühl bestätigte: «Fünf Jahre Bauchschmerzen sind meist weniger gefährlich als fünf Tage Bauchschmerzen. Das bedeutet oft, dass die Krankheit zwar belastend ist, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlich.»

Kamerun Kinderhilfswerk Kindern helfen Afrika Unterstütung

Selbst scheinbar kleine Ereignisse können einen tief treffen. Als durch unser Verschulden versehentlich eine Katze ums Leben kam, brachte uns das Tränen und Trauer. Gleichzeitig mussten wir akzeptieren, dass eine Katze dort, wo täglich Dutzende Menschen sterben, einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns. Trotzdem blieb dieser Moment für uns einer der emotionalen Tiefpunkte der Reise.

Und dann braucht es oft nur eine kleine Entdeckung, um neue Kraft zu schöpfen. Das Auffinden des Nestlé-Direktlagers in Maroua, wo wir Milchpulver deutlich günstiger einkaufen konnten. Das gemeinsame Tanzen mit den Menschen an einem Kirchenfest. Das Zusammensein mit Bewohnern, die zum ersten Mal einer weissen Person begegnen. Ein Mechaniker, der mitten im Busch unser Auto nach einer schweren Panne mit einem Plastiksack voller Werkzeuge wieder fahrbereit macht. Oder die spontane Geburtstagsfeier für Pfarrer Guichard, der anschliessend sagte, dies sei der schönste und unvergesslichste Geburtstag seines Lebens gewesen. Ebenso unvergesslich war der Moment, als wir den Kindern im Mutter-Kind-Programm das «Zigi-Zagi-Zigi-Zagi-Hoi-Hoi-Hoi» beibrachten und sie es begeistert wie kleine Schwämme aufsaugten. Es braucht oft so wenig, um uns wieder bewusst zu machen, weshalb wir hier sind und wie sehr wir hier gebraucht werden.

Kamerun Kinderhilfswerk Kindern helfen Afrika Unterstütung

Auf dieser Reise begegnen wir Menschen, die uns kennen. Kinder, die auf uns gewartet haben. Bischöfe, die uns vertrauen. Priester und Ordensschwestern, die uns ihre Sorgen anvertrauen. Familien, die uns ihre grössten Nöte schildern. Und jede Reise bringt ihre besonderen Momente mit sich. Wir lernen eine Mutter kennen, die erst bei der Geburt erfährt, dass sie Drillinge erwartet. Wir erleben, wie der Bischof spontan aus dem Auto steigt und gemeinsam mit den Menschen tanzt. Längst kommen wir nicht mehr als Besucher. Man kennt unsere Namen. Wir kehren zu Freunden zurück und zu Menschen, die wir seit vielen Jahren begleiten. Sie vertrauen uns und lassen uns an ihren Hoffnungen, Sorgen und Zukunftsplänen teilhaben. So ist jede Reise weit mehr als ein Projektbesuch. Sie ist die Geschichte gewachsener Beziehungen.

Alles in allem kehrten wir von dieser Reise rundum zufrieden und unendlich dankbar zurück. Dankbar dafür, dass unser Leben es uns ermöglicht, dieser Herzensmission nachzugehen. Manchmal haben wir das Gefühl, genau dafür geboren worden zu sein. Schliesslich hiess es, die Heimreise anzutreten und die Dankesberichte zu schreiben, damit die Arbeit weitergehen kann.

Besonders berührt haben uns die Worte, die uns auf den Heimweg mitgegeben wurden. Sie sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.

«Katja ist die Rettung unserer Diözese.» Bischof Barthélemy Yaouda
«Ihr habt uns von unserem Leid befreit.» Frau aus Doukoula
«Wunderbar. Ich habe keine anderen Worte.» Mann aus Miogoi I Furia Village
«Bitte vergesst uns nicht.» Frau aus Gami Village

Nordkamerun Leben Kinderhilfswerk Kamerun Hilfswerk Landleben

März 2025: Siebter Suppentag in Galgenen – Ein Tag voller Begegnungen

Am 16. März 2025 fand in Galgenen bereits zum siebten Mal der Suppentag zugunsten von sauberem Trinkwasser in Kamerun statt – ein Zeichen anhaltenden Engagements und gelebter Solidarität. Während Katja Bruhin sich direkt in jener Region aufhielt, in der die Wasserproblematik tagtäglich spürbar ist, berichtete Felix Bruhin während des Gottesdienstes in Galgenen von den laufenden Projekten und seinen Eindrücken vor Ort. So wurde die Messe zu einem Moment des Mitfühlens und der Anteilnahme.

Auch wenn dieses Jahr etwas weniger Besucher als üblich kamen, sehen wir das keineswegs als Rückschritt – im Gegenteil: Gerade in herausfordernden Zeiten ist jede einzelne Teilnahme ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Die herzliche Atmosphäre im anschliessenden Martins-Träff bot Raum für gute Gespräche und wertvolle Begegnungen.

Mit grosser Freude durften wir CHF 1491.– an Spenden entgegennehmen – ein bedeutender Beitrag, der direkt in die Verbesserung der Wasserversorgung in Kamerun fliesst. Jeder Franken zählt und bringt uns dem Ziel eines weiteren neuen Brunnens näher.

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucherinnen und Besucher, die tatkräftigen Helferinnen und Helfer sowie alle, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben. Gemeinsam für eine bessere Zukunft!

Suppentag Galgenen

22. März 2025: Wir danken von Herzen der Zwergehuus Babygeschenke GmbH!

Eure wundervollen, brandneuen Kuscheldecken bedeuten für unsere 14 Neugeborenen im Mutter-Kind-Programm von Gobo so viel mehr als nur Wärme – sie sind ein Symbol der Liebe, Geborgenheit und Hoffnung. Jede einzelne Decke wird zu einem kleinen Schatz für Kinder, die ihre Mama verloren haben, sowie für die Drillinge und Vierlinge. Mit Eurer Unterstützung können wir Trost spenden und zeigen: Ihr seid nicht allein. Ist das nicht wunderbar? Danke, dass ihr diesen kleinen Seelen so viel Liebe schenkt! Nicht nur materiell, sondern auch finanziell.

Kinder in Kamerun Gobo Nordkamerun

Februar 2025: Vorankündigung zum 16. März 2025: Suppentag in Galgenen

In diesem Jahr haben wir zum siebten Mal in Folge die Gelegenheit, uns am Suppentag in Galgenen zu präsentieren.
Felix Bruhin wird von der dreiwöchigen Kamerunreise im Januar 2025 berichten und steht Interessierten gerne für Fragen zur Verfügung. Wir sind sehr dankbar, dass die Heimatgemeinde von Katja Bruhin uns so tatkräftig unterstützt.
Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter für diese wertvolle Möglichkeit!

Suppentag Galgenen

25. Februar 2025: Flying to Cameroon...

In den nächsten Wochen werden auf dieser Seite keine Neuigkeiten veröffentlicht, da sich die Webmasterin in Kamerun befindet. Um dennoch über die aktuellen Entwicklungen informiert zu bleiben, können Sie uns in der Zwischenzeit auf Facebook oder Instagram folgen.

Flug nach Kamerun

19. Februar 2025: Bericht aus dem March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

Kinderhilfswerk Ashia Höfner Volksblatt

10. Februar 2025: Offizieller Abschluss des Pfarreiprojektes Seelsorgeraum Berg 2024

Anfang Februar feierten wir den offiziellen Abschluss des Pfarreiprojektes 2024 mit der Scheckübergabe durch Anita Höfer im Namen des Seelsorgeraums Berg. Wir sind überwältigt von der grosszügigen Spendenbereitschaft und dem Vertrauen in unsere Projekte und möchten unseren tiefen Dank aussprechen. Die gesammelten Spenden in Höhe von CHF 38 360.– werden eingesetzt, um die Bildungssituation in Nordkamerun zu verbessern. Diese Region ist häufig von Krisen und Hunger betroffen. Viele Kinder erhalten ihren Unterricht nach wie vor in einfachen Buschhütten, oft sitzend auf dem Boden. Dank neuer Schulgebäude, der Bereitstellung von Schulmaterialien und der Übernahme von Schulgeldern haben nun noch mehr Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft.

Scheckübergabe Seelsorgeraum Berg Schindellegi Wollerau Spendenprojekt 2024

Januar 2025: Unsere 32. Reise nach Kamerun – Erlebnisse auf 2250 Kilometern

Während drei Wochen waren wir auf unserer 32. Reise im Januar 2025 Zeit bei unseren Liebsten in Kamerun. Von Besuchen bei Patenkindern, die wir seit Jahren unterstützen, über die Begegnung mit operierten Kindern bis hin zu neuen Schulbauten setzten wir das umfassende Programm erfolgreich um. Insgesamt legten wir dabei 2250 Kilometer zurück, überwiegend im Buschland der Regionen Adamaoua, Nordwest und West, oft auf teils sehr herausfordernden Pisten.

Kamerun Reise 2025 Ashia Kinderhilfswerk

Unsere Reise begann in der Nordwestregion in Bamenda. Wir halfen der Diözese, die sich im Kriegsgebiet befindet, mehr Struktur in ihre Druckerei zu bringen. Ziel war es, unser über viele Jahre aufgebautes Know-how weiterzugeben. In geschütztem Umfeld hatten wir zudem die Möglichkeit, alle unterstützten Kinder aus den umliegenden Regionen zu treffen, die wir aus Sicherheitsgründen leider noch nicht in ihren Dörfern besuchen können.

Kamerun Reise 2025 Ashia Kinderhilfswerk

Von Bamenda aus wagten wir mit Zustimmung des Erzbischofs den kurzen Weg nach Bali Nyonga. Auch diese Region ist noch nicht vollständig von Konflikten befreit. Als Ärzte gekennzeichnet, konnten wir endlich den Bau unseres neuen zweistöckigen Operationssaals besichtigen – ein Projekt, auf dessen abschliessende Besichtigung wir sieben Jahre gewartet hatten! Der Operationssaal wird seit Ende 2020 vorbildlich geführt und hat bereits zahlreichen Menschen das Leben gerettet.

Kamerun Reise 2025 Ashia Kinderhilfswerk

Unsere Tour führte weiter in die Westregion, wo wir vor allem Patenkinder besuchten. Anschliessend setzten wir unseren Weg nördlich in die Region Adamaoua fort. In Mayo-Darlé besuchten wir mehrere Primarschulen, an denen wir teilweise die Schulgelder für ganze Gruppen übernehmen. Viele Paten- und Kalenderkinder leben zudem in dieser Gegend. Unsere neue Schule Djaouro Mana in De Leidjam stand kurz vor der Fertigstellung und konnte eröffnet werden.

Tibati markierte den nördlichsten Punkt unserer Reise, wo wir unser neu errichtetes Gymnasium besichtigten. In zwei Gebäuden, die jeweils über zwei Klassenzimmer, ein Büro und einen Materialraum verfügen, steht ausreichend Platz zur Verfügung. Auf dem Areal befinden sich ebenfalls zwei Häuschen mit Schultoiletten und ein Wasserbrunnen. Die Freude der 36 Schulkinder und ihrer Lehrpersonen über ihre neue Schule war unübersehbar. Zur Eröffnungsfeier erhielten zwei komplette Fussballteams neue Trikots. Für das kommende Schuljahr kann mit einer Verdoppelung der Schulkinder gerechnet werden.

Von Tibati aus ging es zurück Richtung Süden mit einem Abstecher von Banyo nach Tapawa Foulbe. Hier nahmen wir Abschied von unserem im vergangenen Jahr verstorbenen Oumarou. Wie so oft war dies eine Situation gewesen, in denen wir machtlos waren. Es war uns wichtig, zu zeigen, dass uns sein Verlust tief betroffen macht und dass wir alles versucht haben, ihm durch eine Operation seines schweren Hydrocephalus zu helfen. Bei gemeinsamen Gebeten in diesem muslimischen Dorf feierten wir den sogenannten «Sadaka». Wir gedachten Oumarou und beschenkten die Kinder mit Süssigkeiten sowie die Frauen mit neuen Schuhen und die Männer mit Getränken und Kolanüssen – einem Zeichen des Friedens.

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Wir legen grossen Wert darauf, die Traditionen und Kulturen jeder Region zu verstehen und zu respektieren. Es wurde ein harmonisches Beisammensein, bei dem uns die Dorfbewohner versicherten, dass sie keinerlei Zweifel an unserer Arbeit hegen und uns ohne Zögern erneut Kinder anvertrauen würden. Sie stehen voll hinter dem, was wir tun. Oumarous Zeit sei einfach gekommen und er sei zu seinem Schöpfer zurückgeholt worden – möge er in Frieden ruhen!

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Weiter südwärts führte uns der nächste Halt nach Koumtchoum. Seit mehreren Jahren übernehmen wir dort das Schulgeld für mittlerweile 22 Kinder – allesamt aus Flüchtlingsfamilien muslimischen Glaubens. Seit einem Jahr kommen stetig neue Familien hinzu, die aus der anglophonen Zone geflohen sind. Wir legen Wert darauf, an allen Orten die schulischen Leistungen aufmerksam zu verfolgen. Gleichzeitig überreichten wir überall motivierende Geschenke wie zum Beispiel Rucksäcke, um sicherzustellen, dass die Schüler weiterhin regelmässig zur Schule gehen.

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Von Koumtchoum aus reisten wir über Bafoussam zurück nach Yaoundé, wo wir die letzten Tage verbrachten. Diese nutzten wir für einen dritten und vierten Besuch im Ministerium bezüglich unserer Unterlagen zur offiziellen Vereinseintragung in Kamerun. Die bürokratischen Mühlen mahlen in Kamerun langsam. Die Unterlagen sind laut offizieller Bestätigung des Direktors einwandfrei und liegen seit März 2024 dem Territorialminister zur Unterzeichnung vor. Geduld ist gefragt – mehr können wir derzeit nicht tun.

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Unsere Reise war gespickt an Herausforderungen und bereichernden Erfahrungen. Die kulturellen Unterschiede bleiben enorm und als blonde Frau mit hellen Augen nimmt man zudem stets die Rolle einer «Exotin» ein. Politische Gegebenheiten erfordern von uns eine ständige Anpassung. Trotz der allgegenwärtigen Korruption und der damit verbundenen Schwierigkeiten im Alltag bewahren wir unseren Optimismus. Denn der Fokus bleibt unerschütterlich auf den Kindern und ihrer Bildung gerichtet. Es ist bedauerlich, dass nicht alle die gleichen Chancen haben. Viele kämpfen mit instabilen familiären Verhältnissen oder schwierigen Lebensbedingungen aufgrund starker körperlicher Behinderungen. Im Zentrum der gesamten Tätigkeit steht durch Bildung und gezielte Unterstützung ihr Leben zu verbessern und damit einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Landes zu leisten. Wir sind uns bewusst, dass solche Veränderungen nur schrittweise möglich sind.

Kamerun Reise 2025 Ashia Kinderhilfswerk

Wir sind einmal mehr dankbar dafür, wie reibungslos alles verlief – trotz mancher risikobehafteten Unternehmungen. Die unzähligen Erlebnisse und die emotionalen Momente mit den Kindern werden uns noch lange begleiten. Ihr strahlendes Lachen, ihre spontanen Umarmungen und das grenzenlose Vertrauen der Angehörigen sind für uns von unschätzbarem Wert. Nach der Reise ist vor der Reise: Ende Februar 2025 geht es erneut nach Kamerun – dieses Mal in den Norden des Landes.

Kamerun Reise 2025 Ashia Kinderhilfswerk