Unsere Aktivitäten im Jahr 2026
4. Februar 2026: Zwischen Tradition und Überleben
Während unserer Reisen in den Norden Kameruns ist uns aufgefallen, dass viele Kinder Amulette tragen – um den Hals, an den Fingern, am Handgelenk oder um die Taille. Diese Gegenstände sind tief im Glauben und in der Kultur verwurzelt. Für viele Eltern sollen sie ihre Kinder schützen, Glück bringen und vor Krankheiten bewahren. Sie sind Ausdruck von Liebe, Fürsorge und Verantwortung.
Die Amulette haben unterschiedliche Formen. Einige enthalten Koranverse, die auf Papier geschrieben und in gegerbte Tierhaut eingewickelt werden. Andere bestehen aus religiösen Texten oder aus natürlichen Materialien wie Tierknochen, Hörnern, Baumrinde oder Kräutern. Ihre Verwendung ist Teil religiöser und kultureller Traditionen.
Gleichzeitig begegnen wir vielen Kindern, die unter Hunger leiden und nicht ausreichend medizinisch versorgt sind. In solchen Situationen wird deutlich, wie verletzlich ihr Leben ist. Amulette können Hoffnung und Trost schenken. Wenn jedoch Unterernährung und Krankheit den Alltag bestimmen, braucht es zusätzlich konkrete Unterstützung.
Der äusserste Norden Kameruns ist regelmässig von Hungersnöten betroffen. Dürren und Überschwemmungen verschärfen die Armut und nehmen vielen Kindern die Chance auf eine gesunde Kindheit.
Hier setzt unsere Arbeit an. Wir unterstützen Kinder mit Nahrung, medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und wichtigen Vitaminen. So ergänzen wir kulturelle Traditionen dort mit Taten, wo es ums Überleben geht. Denn wenn ein kleines Amulett Hoffnung schenken kann, wie viel mehr Hoffnung können wir dann gemeinsam durch konkrete Hilfe geben?

3. Februar 2026: Gesehen und für gut befunden
Manchmal braucht es keine langen Reden, sondern ein einfaches T-Shirt mit einer klaren Botschaft. Wir hatten jedenfalls viel zu lachen, als wir dieses Exemplar mitten im Busch von Polgue in Nordkamerun entdeckt haben. «Frauen sind am schönsten so, wie Gott sie geschaffen hat – Schneider können sie nur verderben.» Ein Satz, der schmunzeln lässt, Gespräche auslöst und zeigt, dass Humor auch über Kulturen hinweg funktioniert. Geteiltes Lachen verbindet, egal wo man herkommt.
Danke für diesen Moment Leichtigkeit. Davon darf es gerne jederzeit mehr geben!

2. Februar 2026: Transparenz, die man sehen kann
Wissen Sie, dass jeder von uns finanzierte Brunnen und jede errichtete Schule exakt auf Google Maps eingetragen ist? Viele dieser Projekte sind sogar direkt auf dem Satellitenbild sichtbar. Spenderinnen und Spender könnten theoretisch jederzeit vorbeifahren und sich selbst ein Bild machen.
Unsere Projektlagepläne werden offenbar rege genutzt. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist beachtlich.
Wann schauen Sie das nächste Mal auf unserem Projektlageplan vorbei?

28. Januar 2026: Pastoralraumprojekt Schaffhausen-Reiat: Drei Jahre im Rückblick
Die Sammlung im Rahmen des Pastoralraumprojekts «Ashia Kamerun» in Schaffhausen-Reiat ist zu Ende gegangen. Insgesamt konnte die beachtliche Summe von CHF 100 000.– gesammelt werden. Dies zeigt, wie gross die Unterstützung über die vergangenen drei Jahre war.
Ein Teil der Gelder wurde bereits in Kamerun eingesetzt. Realisiert wurden bisher vier Brunnenbauten, ein kompletter Administrationsblock für das Gymnasium in Golonghini, 356 Schulbänke sowie Tische und Stühle für 80 Lehrpersonen. Zudem konnten ein Häuschen mit vier Latrinen für die Primarschule Guidiguis, ein Häuschen mit fünf Latrinen für den Kindergarten in Gobo sowie eine Starthilfe für Drillinge finanziert werden. Rund 40 % der gesammelten Mittel sind noch verfügbar und werden im Jahr 2026 eingesetzt.
Wir danken dem Pastoralraum Schaffhausen-Reiat herzlich für alle Spenden der Jahre 2023 bis 2025. Die Vielfalt der Anlässe hat uns sehr berührt, bei denen für Ashia gesammelt wurde. Auch die Weitergabe von Kollekten aus Taufen und Beerdigungen war ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Ein besonderer Dank gilt Christoph Honegger, der uns die Möglichkeit gegeben hat, unser Projekt vorzustellen. Danach war es von den Pfarreiräten ausgewählt worden.

26. Januar 2026: WeidArt-Aktion an der Schule Weid in Pfäffikon SZ
Während drei Tagen im Dezember 2025 tauchten die Schülerinnen und Schüler der Schule Weid intensiv in die Welt der Kunst und Musik ein. In vielfältigen Workshops, begleitet von Künstlerinnen, Künstlern und Lehrpersonen, entstanden Choreografien, Musikstücke, kunstvolle Objekte und zahlreiche weitere kreative Werke.
Den krönenden Abschluss bildete eine grosse Ausstellung, die von beeindruckendem Engagement und spürbarer Begeisterung geprägt war. Am Abend fanden drei Versteigerungen statt, ergänzt durch zahlreiche Stände mit Guetzli, Weihnachtskarten und Kunstwerken. In der Turnhalle wurde unser Projekt den Anwesenden kurz vorgestellt. Die Lehrerschaft brachte es treffend auf den Punkt: Die Eltern kauften nicht nur Kunst und weihnachtliche Leckereien, sondern auch ein gutes Gewissen und ein schönes Gesprächsthema für zu Hause. Der Anlass war sehr gut besucht und ein voller Erfolg. Schon bald wurde klar, dass ein beachtlicher Spendenbetrag zusammenkommen würde.
Das Resultat war überwältigend: Insgesamt kamen CHF 5000.– zusammen. Am 22. Januar 2026 durften wir den rund 250 Kindern der Schule unser Kinderhilfswerk im Rahmen eines Vortrags näher vorstellen. Nachdem sie alle Projekte kennengelernt hatten, stimmten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam darüber ab, wofür das gesammelte Geld eingesetzt werden soll. Die Kinder entschieden sich dafür, mit diesem Betrag die Hungersnot im Extrême-Nord zu bekämpfen und einen Brunnenbau zu realisieren.
Es hat uns sehr gefreut, in Pfäffikon zu Gast zu sein. Von Herzen danken wir allen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen für diese grossartige Aktion zugunsten der Kinder in Kamerun. Unsere Freude ist gross.
21. Januar 2026: Drei Jahre Einsatz in Logone-Birni
Seit unserem allerersten Besuch im Januar 2023 engagieren wir uns mit viel Einsatz in der Grossregion Logone-Birni. In den vergangenen drei Jahren konnten wir an diesem Ort unzählige Projekte realisieren und konkrete Hilfe leisten, wo sie dringend gebraucht wird.
Dazu gehören die Beschaffung von Pirogen, wiederholte Unterstützung von Flutopfern durch Hirseverteilungen, lebenswichtige Kinderoperationen, Milchpulver-Verteilungen, Brunnenbohrungen, Schulsponsoring, Schulbauten, Drillingssponsoring, Fruchtbaumspenden sowie ganz neu der Aufbau eines Geflügelzuchtprogramms. Die Liste unserer Projekte ist lang und sie wächst stetig weiter.
Gleichzeitig wird auch eine andere Liste immer länger. Die der Wartenden. Der Menschen, die auf Hilfe, Hoffnung und Rettung angewiesen sind. Besonders deutlich zeigt sich das, wenn wir selbst vor Ort sind. Oft warten Eltern mit ihren Kindern bereits vor unserer offiziellen Ankunft bei der Kirche auf uns. Sobald wir aus dem Auto steigen, bleibt kaum Zeit für weitere Fotos, denn dann strömen die Menschen von allen Seiten zu uns.
Wir tun, was wir können. Mit Dankbarkeit und mit dem festen Willen zu helfen. Denn in dieser Region ist die Not besonders gross und die Unterstützung dringender als anderswo.
19. Januar 2026: Bericht aus dem Bote der Urschweiz
12. Januar 2026: Unser Container nimmt Kurs auf Kamerun
Unser siebter Hilfsgütercontainer ist derzeit auf dem Weg in den Süden und kommt seinem Ziel mit jedem Tag näher. Laut Tracker befindet er sich aktuell vor der Küste von Ghana und wir verfolgen seine Reise mit grosser Vorfreude. In wenigen Tagen wird er in der Republik Kongo auf ein anderes Schiff umgeladen, bevor die Weiterreise nach Kamerun erfolgt.
Parallel dazu werden seit der Verschiffung vor Ort alle notwendigen Schritte für die Zollbefreiungsbescheinigung eingeleitet, damit am Hafen keine wertvolle Zeit verloren geht und unnötige Standkosten vermieden werden. Während der siebte Container unterwegs ist, bepacken wir den achten Container. Auch dieser wird verschifft, sobald er vollständig beladen ist.
Mit der baldigen Ankunft des siebten Containers beginnen zudem die Vorbereitungen für unsere nächste Kamerunreise. Immer wieder erreicht uns die Frage, wann wir wieder vor Ort sein werden. Wir planen Schritt für Schritt, bleiben bewusst flexibel und lassen Raum für Spontanität, denn im Süden ticken die Abläufe oft anders als bei uns.
9. Januar 2026: Bericht aus dem Einsiedler Anzeiger
9. Januar 2026: Bericht aus dem Bote der Urschweiz
Jahresanfang 2026: Mit Dankbarkeit ins neue Jahr
Ein neues Jahr beginnt – leise, offen und voller Möglichkeiten.
Nimm mit, was gut war. Lass los, was schwer war.
Und geh dem entgegen, was dich glücklich macht.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gesundes und glückliches neues Jahr. Danke für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und für die vielen grosszügigen Spenden während der Adventszeit. Es berührt uns sehr, dass wir mit unserer Idee und mit dem, was uns persönlich glücklich macht, nicht alleine unterwegs sind. Nur dank Ihnen können wir diesen Weg weitergehen und fortführen, was uns glücklich macht.
❤ Herzlichen Dank für alles. ❤