

Behandlung finanziert durch eine Stiftung (ab Januar 2024)
Joy ist 12 Jahre alt und das zweitälteste Kind von Flora und Elvis. Ihre Eltern haben insgesamt drei Kinder und sind Bauern. Joy besuchte bis zu ihrer Krankheit die erste Sekundarklasse in Douala, wohin die Familie derzeit aufgrund von Krieg in ihrer Heimat Bamenda geflüchtet ist.
Von Joys Krankheit erfuhren wir über ihren Onkel Jean Claude. Da wir ihn persönlich kennen und Joy ihrem Onkel sehr ähnlich sieht, dachten wir anhand seines Whatsapp-Status zuerst, dass es sich um seine eigene Tochter handelt. Wie es in Kamerun üblich ist, kümmert sich bei einem Krankheitsfall die gesamte Verwandtschaft um die Finanzen, damit die Spitalrechnungen beglichen werden können. So war auch Jean Claude sehr stark involviert und einer von vielen, der mithalf, dass Joy ins Spital gebracht werden konnte.
Joy erkrankte Anfang Januar 2024. Zuerst verspürte sie hohes Fieber. Nach vier Tagen wurde sie in ein naheliegendes Spital gebracht. Zusätzlich zum Fieber schmerzte nun auch ihr Magen. Das Spital wusste nicht, wie Joy geholfen werden konnte und überwies sie ins Spital nach Limbe (77 km Entfernung). Auch dort konnte ihr nicht geholfen werden, sodass sie nach Buea weitergeschickt wurde (23 km Entfernung). Von Buea wurde sie erneut ans Regionalspital von Bamenda (312 km Entfernung) überwiesen. Erst dort konnte die Diagnose gestellt werden: Nierenversagen aufgrund von Leukämie.
Joy wurde umgehend an ein Dialysegerät angeschlossen und erhielt über sechs Wochen Intensivbetreuung. Die Familienmitglieder spendeten regelmässig Blutreserven. Ihre starken Schmerzen, die mehrfache Verlagerung in verschiedene Spitäler und die schwerwiegende Erkrankung traumatisierten Joy stark. Die ganze Familie war besorgt um das Mädchen und tat alles, damit ihr Leben gerettet werden konnte. Elf Personen beteiligten sich an den laufenden täglichen Spitalkosten. Die Rechnungen waren bald einmal unzählig, die Behandlung sehr kostenintensiv und die finanzielle Bürde für die Verwandtschaft untragbar.
Als wir von Joy erfuhren und sahen, wie sehr sie um ihr Leben kämpft, boten wir der Familie unsere Hilfe an.
Im April 2024 trafen wir uns zum ersten Mal persönlich. Joy war dafür aus Douala nach Bamenda gereist. Heute geht es ihr sehr gut – sie hat sich von ihrer Krankheit gut erholt und kann wieder zur Schule gehen. Die Familie ist überaus glücklich und dankbar über die erhaltene Hilfe.
Die Kosten für die Behandlungen inklusive Transport, Verpflegung, Nachkontrolle und Dokumentation mit Fotos beliefen sich auf CHF 1110.–.