

Operation finanziert durch eine Stiftung (im März 2024)
Nérée ist 9 Jahre alt und das viertälteste Kind von Judith und Samuel. Ihre Eltern haben insgesamt acht Kinder und sind Bauern. Nérée besucht die dritte Klasse.
Im April 2018 konnten Nérées Eltern nach einem Auswahlverfahren des Staates mit ihrer bereits damals erkrankten knapp drei Jahre alten Tochter nach Douala fahren. Denn von August 2017 bis Juni 2018 ankerte die Hilfsorganisation «Mercy Ship» mit ihrem Krankenhausschiff in Doualas Hafen und leistete einen Hilfseinsatz. Aufgrund ihrer Krankheit Neurofibromatose war Nérées Zunge viel zu lang gewachsen. Ein ausländischer Arzt führte die Operation auf dem Schiff durch. Zwei Wochen später konnte Nérées das Schiff verlassen.
Doch die Krankheit setzte sich fort. Dieses Mal breitete sich die Wucherung in ihr linkes Auge und Ohr aus. Die Hilfsorganisation war mit ihrem Schiff abgereist und die Familie wusste nicht mehr, an wen sie sich wenden konnte. Über dank von Ashia bereits behandelte Kinder mit anderen Symptomen wandte sich ihre Familie schlussendlich verzweifelt Ende Februar 2024 an uns. Da Nérée sehr unter ihrer Krankheit litt, konnten und wollten wir nicht warten, bis «Mercy Ship» sich bei unserer Nachfrage meldete. Zudem waren die Ärzte nicht mehr vor Ort und wir mussten so oder so eine andere Lösung suchen. Wir fanden einen einheimischen Arzt, der Nérée im März 2024 erfolgreich operieren konnte.
Seit der Operation geht es Nérée deutlich besser und sie ist spürbar erleichtert und glücklich. Während auf dem Mercy Ship nur ihre Zunge behandelt worden war, konnte diesmal auch der Bereich um Auge, Ohr und Arm versorgt werden. Durch zusätzlich mehrfach verabreichte Injektionen liess sich ihre Krankheit eindämmen – und wir hoffen sehr, dass sie nicht zurückkehrt. Die mittellose Bauernfamilie ist unendlich dankbar für unsere Unterstützung. Zum Abschied schenkten sie uns Erdnüsse und Mais für unsere Weiterreise.
«Mercy Ship» teilte uns Mitte Mai 2024 mit: «Leider treten Neurofibrome nach einer Debulking-Operation, wie sie durchgeführt wurde, manchmal wieder auf. Diese mögliche Folge wurde der Patientin wahrscheinlich bei der Einwilligung zur Operation erklärt. Der einzige chirurgische Ansatz in diesem Stadium wäre eine radikale Resektion, bei der der Gesichtsnerv geopfert würde, was zu einer Lähmung des Gesichts führen würde. Dies wird nicht empfohlen. Daher können wir auf Mercy Ship keine weitere Behandlung anbieten und empfehlen eine engmaschige Nachsorge in Kamerun, falls erforderlich. Dies ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die Sie sich erhofft haben, aber ich hoffe, dass es zumindest hilfreich ist, etwas mehr Klarheit zu haben.»
Die Kosten für die Operation inklusive Transport, Verpflegung, Nachkontrolle und Dokumentation mit Fotos beliefen sich auf CHF 2720.–.